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Ruine und Museum ab 1. Mai geöffnet / Bisher über 4000 Funde bei den Grabungen

Ausgrabungen auf der Poller Burg fortgesetzt

Polle (fhm). Kreisarchäologe Dr. Christian Leiber hat im Museum Burg Polle die neuesten Ausgrabungsergebnissepräsentiert. „Diese Grabung ist eines der wichtigsten Projekte“, stellte er fest. Ziel sei es, offene Fragen der Burgen- und Regionalgeschichte zu klären. Außerdem nehme die Burgruine einen wichtigen Platz im touristischen Konzept des Kreises ein. „Hier steckt viel Potenzial drin.“

veröffentlicht am 02.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:41 Uhr

Die Helfer der Ausgrabung leisten gut 7000 Arbeitsstunden.
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Im dritten Jahr führt die Kreisarchäologie die Ausgrabung auf der Burg durch und wird dabei von der Geschichts-Arbeitsgruppe der Initiative „Polle hat Zukunft“, ehrenamtlichen Helfern, der Beschäftigungsgesellschaft Holzminden und dem Haus Eckberg in Polle unterstützt. 4000 Fundstücke sind bisher ausgegraben worden, davon wurden schon 2000 Stück untersucht und archiviert.

Die Burg, so erklärte Dr. Leiber, sei unmittelbar auf den Fels aufgesetzt, wobei die Menschen vor 900 Jahren mit Steinbruchwerkzeug gearbeitet hätten. Zwar lasse sich an diesem Ort keine Siedlungskontinuität seit der Vorzeit feststellen, jedoch könne man von prähistorischer Begehung ausgehen. Der Burgkomplex selbst entstand wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Diese Frage soll durch die Fortsetzung der Grabungen geklärt werden, hofft Dr. Leiber. Zu den bisherigen Funden gehören Münzen, Brettspielsteine aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und Zapfhähne aus Buntmetall. Die Grob-Datierung lasse sich auf der Burg relativ einfach vornehmen, da durch den großen Brand aus dem Jahr 1641 eine Erdschicht mit Brandspuren vorhanden sei, die als Trennlinie diene.

Erich Müller von der Verwaltung des Fleckens Polle machte deutlich, dass diese Ausgrabung nur durch die tatkräftige Hilfe der Beschäftigungsgesellschaft Holzminden und des Vereins „Polle hat Zukunft“ zusammen mit der Laienspielgruppe möglich sei. Durch die Beschäftigungsgesellschaft seien in den vergangenen beiden Jahren 104 Mitarbeiter nach Polle zu befristeten Maßnahmen gekommen, die 7200 Arbeitsstunden geleistet haben.

Dieter Müller von der Geschichts-Arbeitsgruppe der Initiative „Polle hat Zukunft“ unterstrich die Bedeutung der Ausgrabung für Polle. Er freue sich darüber, dass man die Funde im neuen Museum Burg Polle ausstelle und damit den Besuchern des Ortes eine weitere Attraktion anbieten könne. Museum und Burgruine, so Dieter Müller, werden ab 1. Mai wieder für Besucher geöffnet. Die Ausgrabungen werden dann weiterlaufen, so dass die Besucher auch die archäologische Arbeit auf der Burg in Augenschein nehmen können.

Insgesamt leisten die Arbeiter bei der Ausgrabung auf der Burg Polle schon mehr als 7000 Arbeitsstunden.



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