weather-image
Wischnat geht nach 30 Jahren als Geschäftsführer des Schaumburger Städte- und Gemeindebundes

"Ausgesprochenen Querdenker" gewürdigt

Landkreis (ssr). Seit der Gründung des Schaumburger Kreisverbandes im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund vor genau 30 Jahren hat Heinz Wischnat (62) ununterbrochen als Geschäftsführer gedient. Jetzt ist der Bad Eilser während der Hauptversammlung des Kreisverbandes im "Lauenhäger Bauernhaus" aus dieser Funktionverabschiedet worden. "Ein ausgesprochener Querdenker" sei Wischnat gewesen, würdigte der Präsident des Niedersächsischen Städte und Gemeindebundes, Rainer Timmermann.

veröffentlicht am 10.01.2007 um 00:00 Uhr

Heinz Wischnat (r.) erhält von Präsident Rainer Timmermann hohe

Unter dem Beifall der rund 40 Delegierten zeichnete Timmermann den ausscheidenden Geschäftsführer mit der Ehrennadel in Gold des Landesverbandes und mit der Verbandsurkunde des Deutschen Städte- und Gemeindebundes aus. Wischnat sei "nicht immer nur ein angenehmer Gesprächspartner" gewesen, habe stets in unbequemer, teils kantiger Weise intern auf kritische Punkte hingewiesen, hobder Präsident hervor: "Er hat manchmal einen Satz dazwischen gehauen, wo man sich im ersten Moment gefragt hat: musste das jetzt wieder sein?" Besonders seine zeitweisen Funktionen als Prüfer des Bundes- wie des Landesverbandes habe er teils aber gerade wegen dieser Eigenschaft durchaus zielführend ausgeübt, sagte Timmermann. Als Vorsitzender des Kreisverbandes würdigte Klaus Tanski den Ex-Geschäftsführer, der im Hauptberuf 29 Jahre lang Eilser Samtgemeindedirektor war, mit den Worten: "Wischnat war ein gutes Sprachrohr der hiesigen Städte und Gemeinden. Wir konnten stolz auf diesen Vertreter sein." Auch Wischnat selbst flocht in seinen letzten Rechenschaftsbericht einige persönliche Bemerkungen ein. Wenn es sachlich geboten gewesen sei, habe er verbandsintern, aber auch nach außen, eine ausgeprägt kritische Linie gefahren. "Dass manches in der Folge langfristig in eine richtige Richtung gelenkt worden ist, davon bin ich überzeugt", schloss er. Im Verhältnis zwischen Landkreis und Kommunen gelte aus seiner Sicht in Schaumburg das Motto "Leben und Leben lassen", bilanzierte Wischnat. Niemals habe der Kreis versucht, "die Gemeinden finanziell zu erdrosseln". Den hiesigen Kommunen sei es unter anderem dadurch ermöglicht worden, auch in schwierigen Zeiten "finanziellen Spielraum für politische Gestaltung und freiwillige Aufgaben in gewissem Umfang zu erhalten". Das sei keinesfalls überall so. Im Schaumburger Land habe sich ein "gutes Miteinander" von Kreis und Kommunen etabliert, zeigte sich Wischnat rückblickend zufrieden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt