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Kammerchor "Con Voce" sorgt für erfrischendes Hörerlebnis

Ausdrucksstark und lebendig

Petzen. Im Rahmen der Weihnachtskonzerte bescherte am Sonntagabend das von Holger Plottke 2007übernommene, 2006 gegründete Vokalensemble "Con Voce" in der gut besetzten Kirche St. Cosmas& Damian ein erfrischendes Hörerlebnis.

veröffentlicht am 11.12.2008 um 00:00 Uhr

"Con Voce" in der gut besetzten Petzer Kirche. Foto: bus

Autor:

Dietlind Beinssen

Die Liedauswahl der sieben Sängerinnen und deren vier männlichen Kollegen war zeitgemäß selbstverständlich auf das Thema "Gott ist Mensch geworden" abgestimmt, doch fiel sie nicht "wie üblich" aus. Bei diesen harmonischen, mal expressiven, mal introvertierten Vertonungen sorgte die relativ kleine, dafür aber umso engagiertere Truppe nämlich für interessante Würze. Darüber hinaus gefiel sie durch engagierte Ausdeutungen. Genau dieser Facettenreichtum machte das Besondere aus. Obendrein trug die Gemeinschaft die 22 ausgewählten Stücke mit kontrollierter Emphase vor, sodass die Charaktere erhalten blieben. Nachdem die Formation mit dem "Gaudate" aus Piae Cantiones wirkungsvoll in das Gotteshaus eingezogen war, wurden die gut geschulten Organe unter motivierter Zeichengebung des mitsingenden Holger Plottke bei ganz unterschiedlichen Weisen wie "The First Noel", "Joy to the World, "God Rest You, Merry Gentleman" und dem aparten "Schlaf wohl" aus Bayern zu Ausgewogenheit zusammengeführt. Auch in den kontrastreichen Partien von "O Little Town of Bethlehem", Bachs "Ermuntre dich, mein schwacher Geist" und dessen "Psallite" sowie dem anrührenden Bericht von "O Little Town of Bethlehem" gelang es der Crew, Spannung zu erzeugen und interessante Nuancen zu setzen. Affekte und Empfindungen spiegelten sich darüber hinaus in den Präsentationen von Glucks "Hoch tut euch auf", dem fröhlichen "Deck the Hall" aus Wales, Mendelssohn-Bartholdys mit Akribie ausgelotetem "Hark the Herald" oder dem aparten Wiegenlied "Entre le boeuf". Im Wechsel zwischen Sentiment und Rhythmik gab es unter anderem noch Berlins"White Christmas" und Bernhards "Winter Wonderland" zu vernehmen und - wohllautend offeriert - zum Finale die swingende Geschichte vom Rentier Rudolph mit seiner rot leuchtenden Nase. Diese folgenreiche musikalische Tour mündete in herzlichen Beifall, der mit Wolters "Nun kommt für uns die schöne Zeit" belohnt wurde.



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