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Samtgemeinde Lindhorst will Konten der Kommunen zusammenlegen

Aus neun mach zwei

Samtgemeinde Lindhorst. Die Samtgemeinde Lindhorst will endlich Ordnung in ihre Kontoführung bringen. Das hat die Verwaltung bei der Sitzung des Samtgemeinderates mitgeteilt. Die Samtgemeinde hat eine unvermutete Kassenprüfung des neu zuständigen Rechnungsprüfungsamtes Nienburg/Weser und Schaumburg zum Anlass genommen, ihre unterschiedlichen Konten zu bündeln.

veröffentlicht am 14.05.2014 um 19:26 Uhr

Das Rechnungsprüfungsamt hatte den Lindhorstern ins Stammbuch geschrieben, dass trotz „jahrelanger Beanstandungen und Hinweisen in den Kassenprüfungsberichten“ eine Umstellung nicht erfolgt sei. Kritikpunkt ist, dass die Samtgemeinde bisher über neun Konten verfügt und ihre Finanzen aber auf zwei Konten bündeln soll.

Kämmerer Jens Schwedhelm erläuterte den Ratsmitgliedern kurz den Hintergrund. Bisher gebe es zwei Samtgemeindekonten und sieben für die Mitgliedsgemeinden. „Das ist durchaus problematisch, wir haben jetzt beschlossen, dass die Konten auf zwei zusammengelegt werden.“ Schwedhelm wollte etwaig herrschende Skepsis zerstreuen und versicherte, dass die Mitgliedsgemeinden keine „Ängste oder Befürchtungen“ hegen müssen. Es gebe keine Probleme, die Finanzen der einzelnen Kommunen nachzuvollziehen. Dies sei EDV-gestützt ebenso möglich wie zuvor. Die Zinsen entfielen dann auf die Samtgemeinde – positiv wie negativ. „Die Kassenstände der Mitgliedsgemeinden, sind aber eher im Minus, sagte Schwedhelm, sodass ihnen die neuen Modalitäten eher zugutekämen.

Als Hinweis an die Samtgemeindeverwaltung hatte das Rechnungsprüfungsamt außerdem die Summe der offenen Posten moniert. Es sind rund 500 000 Euro Außenstände bilanziert, die sich vorwiegend aus „uneinbringlichen Gewerbesteuerforderungen“ zusammensetzen. Die Bereinigung solle mit Vorlage der Eröffnungsbilanz erfolgen, teilte Schwedhelm mit. Dann werde wohl ein großer Teil abgeschrieben werden müssen. bab



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