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Eltern kritisieren Informationspolitik: "Wir wissen noch von gar nichts"

Aus für Spielkreis zum Monatsende - "Uchtdorf ist erst der Anfang"

Uchtdorf (crs). Am kommenden Donnerstag wird das Schicksal des Kinderspielkreises Uchtdorf wohl endgültig besiegelt: Dann steht die Einstellung des Betriebs zum Jahresende auf der Tagesordnung des Stadtrats. Dass der Spielkreis geschlossen werden muss, damit haben sich die Eltern der Kinder wohl oder übel abgefunden. Sie ärgern sich aber über die in ihren Augen unzulängliche Informationspolitik der Stadtverwaltung: "Wir haben noch nicht einen einzigen Infobrief bekommen", kritisieren Mütter wie Tanja Reyer und Jana Hänke, "offiziell wissen wir noch von gar nichts."

veröffentlicht am 18.12.2007 um 00:00 Uhr

Leere Bänke: Am Donnerstag entscheidet der Rat über die Schließu

Zum 31. Dezember soll der Betrieb des Spielkreises eingestellt werden. So steht es auf der Tagesordnung, so wird es der Rat aller Wahrscheinlichkeit nach mehrheitlich beschließen, wie es bereits Sozialausschuss und Verwaltungsausschuss beschlossen hatten. "Uns informiert niemandüber die Entwicklung", ärgert sich Tanja Reyer als Mutter der vierjährigen Chiara, dass sie Neuigkeiten über die Zukunft des Spielkreises bislang nur aus der Zeitung erfahren hat. Zwar habe es vor einigen Wochen ein Treffen von Eltern und Erzieherinnen bei Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz gegeben, "aber das war auf unsere eigene Initiative hin, und da gab es auch keine endgültigen Informationen". Seither warten die Eltern auf offizielle Nachricht: "Wie soll es denn nun weitergehen ab dem 1. Januar?" Vor allem eine bessere Kommunikationskultur wünschen sich die Eltern aus Uchtdorf - denn in den sauren Apfel der Spielkreis-Schließung haben sie längst gebissen: "Es gibt wohl keine Chance, dass der Spielkreis bestehen bleibt - wie schade." Mit Uchtdorf dürfte die Diskussion über das Schicksal von Spielkreisen und Kindergärten ohnehin noch lange nicht beendet sein. "Uchtdorf ist erst der Anfang", prognostiziert Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz aufgrund der Entwicklung der Kinderzahlen und der Finanzlage der Stadt. Und deutet zugleich an, dass Krankenhagen zum nächsten Fall werden könnte. Dass es "heiße Kämpfe" geben werde, sei ihm bewusst, sagt Buchholz: "Uns macht das alles auch keinen Spaß, aber es gibt keine Alternative."



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