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Übergangsfrist abgelehnt: "Problem holt uns nächstes Jahr wieder ein"

Aus für Kinderspielkreis Uchtdorf - Ratsmehrheit für Schließung

Rinteln (wm). Der Kinderspielkreis Uchtdorf wird zum 31. Dezember geschlossen. Das hat der Rintelner Rat in der letzten Sitzung des Jahres bei sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen mehrheitlich beschlossen.

veröffentlicht am 24.12.2007 um 00:00 Uhr

Da nutzte auch der Appell von Dagmar König (CDU) wenig, den Spielkreis zumindest für eine Übergangsfrist zu erhalten. Unklar geblieben ist in der Diskussion bis zum Schluss, wie viele Kinder denn nun tatsächlich im nächsten Jahr in den Spielkreis gehen würden: Vier oder sechs oder gar acht Kinder? Offensichtlich zu widersprüchlich hier die Aussagen der Eltern, wie gleich mehrere Diskussionsredner feststellten. Ursula Helmhold (Grüne) betonte, zwei Erzieherinnen für vier Kinder, das sei ein Luxus, den man gegenüber anderen Kindergärten, wo zwei Erzieherinnen 25 Kinder betreuen müssten, nicht vertreten könne. Wichtiger sei es daher, "die Kräfte zu bündeln". Auch eine Übergangsfrist mache aus ihrer Sicht keinen Sinn:"Das Problem holt uns nächstes Jahr wieder ein." Klaus Wißmann (SPD) mahnte an, ein Zuschuss von 37 000 Euro im Jahr für vier Kinder sei haushaltspolitisch nicht zu vertreten, und erinnerte daran, dass 14 Eltern aus Uchtdorf bereits ihre Entscheidung getroffen hätten, nämlich ihre Kinder in den Kindergarten nach Exten schicken würden. Dem Argument von Dagmar König, sozial schwache Familien ohne Auto könnten Probleme bekommen, ihre Kinder nach Exten zu bringen, widersprach Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz: Nach Kenntnis der Verwaltung scheitere kein Kindergartenbesuch an einem Transportproblem und sollte das so sein, werde die Verwaltung eine Lösungfinden.

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