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St. Marien Bückeburg, St. Josef Obernkirchen und St. Katharina Auetal sind nun eine Gemeinde

Aus drei mach eins - es ist vollbracht

Bückeburg (rc). Seit Montag ist es amtlich: Die Katholischen Pfarrgemeinden St.-Marien Bückeburg, St. Josef Obernkirchen und St. Katharina Auetal-Rehren sind zu einer Pfarrgemeinde zusammengefasst un d zwar zur Pfarrgemeinde St. Marien Bückeburg. Pfarrer der neuen Gemeinde ist Matthias Ziemens, bisher Pfarrer der Bückeburger und Eilser Katholiken. Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle übertrug ihm diese Aufgabe mit Wirkung zum 1. September. Mit Wirkung vom 1. Juli wurde Ziemens zudem zum Dechant des Dekanats Bückeburg ernannt. Sicher ist aber auch schon jetzt, dass Ziemens Mitte 2009 Bückeburg verlässt und mit einer anderen Aufgabe im Bistum betraut wird.

veröffentlicht am 03.09.2008 um 00:00 Uhr

Matthias Ziemens

Die Pfarrkirche der neuen Gemeinde mit ihren rund 5500 Katholiken ist in Bückeburg, im dortigen Pfarrhaus wird der Pfarrer wohnen. Für die Bückeburger wird sich somit wenig ändern. Die neue Gemeinde wird nur noch drei Kirchen haben: neben der in Bückeburg die Kirche in Obernkirchen und die Kirche in Auetal-Rehren. Die Kirche St. Johannes in Bad Eilsen steht zum Verkauf (wir berichteten). Hier feierten die Christen Ende August mit einer Vorabendmesse den vorletzten Gottesdienst. Die Kirche war so gut besetzt wie nie zuvor, so jedenfalls Pfarrer Ziemens. Ob nicht auch die Kirche im Auetal profanisiert wird, ist derzeit noch offen. Gegen die Pläne des Bistums hat sich im dortigen Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat Widerstand formiert, die sich für ihre Kirche einen Sonderstatus als Zentralkirche wünschen. Vorerst wird die Kirche weiterbetrieben. Der Obernkirchener Pfarrer Norbert Mauerhof wird Obernkirchen im September verlassen Erübernimmt im Herbst eine neue Pfarrstelle in Seelze bei Hannover. Die Obernkirchener Pfarrstelle wird nicht wieder besetzt. Als hauptamtliche Mitarbeiterin in der Seelsorge wird Regina Doppke als Gemeindereferentin aber weiterhin ihren Dienstsitz in Obernkirchen haben. Margarete Haneklaus wird, wie gewohnt, im Bückeburger Pfarrbüro ihren Dienst ausüben. Unterstützt wird sie von Barbara Plöger, der Obernkirchener Pfarrsekretärin, die zukünftig zeitweise auch im Bückeburger Pfarrbüro während der Bürozeiten anwesend sein wird. Viktor Wrobel bleibt weiterhin Hausmeister. Durch den Weggang Mauerhofs wird Ziemens der einzige Pfarrer im neuen Gemeindegebiet sein. Da ein Priester nur drei Sonntagsmessen (inklusive der Vorabendmesse) feiern darf, müssen sich die Kirchgänger umstellen. Ab September wird die Vorabendmesse um 17 Uhr in Rehren, sonntags die Messe um 9 Uhr in Obernkirchen und das Hochamt, wie bisher, um 10.30 Uhr in Bückeburg gefeiert. Werktags finden am Dienstag und Donnerstag, wie bisher, Eucharistiefeiern in Bückeburg; am Mittwoch und Freitag, ebenso wie bisher, Eucharistiefeiern in Obernkirchen statt. Der neue Kirchenvorstand wird aus sechs Mitgliedern des alten Kirchenvorstandes Bückeburg, vier Mitgliedern des alten Kirchenvorstandes Obernkirchen und zwei Mitglieder des alten Kirchenvorstandes Rehren bestehen. Alle Mitglieder des alten Pfarrgemeinderats behalten ihr Amt und werden einen neuen, großen Pfarrgemeinderat bilden. Konstituierende Sitzungen für diese Gremien werden am 4., beziehungsweise 9. September stattfinden. In diese sachlichenÜberlegungen mischen sich aber auch bei ihm einige Fragen, wie es Pfarrer Ziemens in einem offenen Brief an alle Gemeindeglieder formulierte: "Wird die Zukunft der Kirche nur noch in Großpfarreien liegen, in denen Anonymität droht, die Vielfalt von Begegnungsorten untergeht und wertvolle Traditionen verschwinden, so wie es der Bischof in seinem jüngsten Hirtenwort formulierte?" Und: Stelle sich die Situation heute nicht besser dar, wenn schon vor vielen Jahren andere Entscheidungen seitens der Kirchenleitung getroffen worden wären? Oder: "Werden unsere Gemeinden, die Menschen aus den unterschiedlichen Orten, den Herausforderungen gewachsen sein, zueinander finden und kann das zusammen wachsen, was eigentlich nicht zusammen gehört?" Am Sonntag, 7. September, findet der erste Familiengottesdienst der neuen Gemeinde in der St.-Marien-Kirche um 10.30 Uhr statt. Danach wird es um 11.30 Uhr beim Gemeindetreff einen Sekt-Empfang geben.

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