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US-Saxophonist und Sänger am nächsten Samstag im Jazz-Club Minden

Aus dem Pop-Sumpf in den Jazz: Curtis Stigers hat sein Ziel erreicht

Minden (ey). „You’re All That Matters To Me“ machte Curtis Stigers Anfang der neunziger Jahre weltbekannt. Für den damals noch langhaarigen Musiker aus den USA war der Ausflug in die seichte Popbranche aber eher ein Ausrutscher. Heute ist Stigers längst wieder dort angekommen, wo er einst als Saxophonist begann: im Jazz.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 15:28 Uhr

Ruht in sich und hat den Jazz für sich entdeckt: Curtis Stigers

Vorbei die Zeiten der großen Hits. In der Jazzmusik können die meisten Musiker es sich abschminken, ganz oben in den Verkaufscharts zu tummeln. Das zu akzeptieren, ist schwer. Umso größer muss die musikalische Leidenschaft sein, wenn man, wie Stigers, den Weg zu seinen Ursprüngen geht, ohne auf Plattenverkäufe und Single-Rekorde zu achten. Curtis Stigers hat mittlerweile sein sechstes Jazzalbum veröffentlicht. „Lost In Dreams“ heißt es, und damit geht der Saxophonist, Sänger und Songschreiber jetzt auch auf kleine Deutschland-Tournee. Im Jazz-Club Minden (Königswall) wird er mit seiner dreiköpfigen Band am kommenden Samstag, 14. November, ab 21 Uhr auf der Bühne stehen!

Die Pop-Ballade „I Wonder Why“ war für Curtis Stigers Fluch und Segen zugleich. Zwar landete der höchst talentierte Musiker damit einen Welthit, doch die triefende Pop-Ballade war gar nicht das, was Stigers immer im Sinn hatte. Und auch die Nachfolge-Single „You’re All That Matters To Me“ war weit, weit weg vom bebenden Jazz seines Herzens. Sein Debüt-Album mit diesen beiden Songs brachten Curtis Stigers mehrere Platin-Auszeichnungen in aller Welt ein. Insgesamt verkaufte Curtis Stigers über 30 Millionen Platten im Popgeschäft.

Aber längst ist er angekommen, wirkt in sich ruhend, ausgeglichen. Denn endlich setzt er musikalisch das um, was er sich immer vorgenommen hatte. Welch ein Glück für die Jazzwelt, die seine begnadete Stimme nun in vollen Zügen genießen darf. Curtis Stigers hat sich in den vergangenen acht Jahren einen hervorragenden Ruf als formidabler Jazzvokalist erworben. Sein einzigartiges Timbre klingt gereift, warm und sanft schmeichelnd wie eine Liebkosung, aber auch kraftvoll und zupackend. Stigers, der außer Talent auch noch Mut zur Lücke, originelle Ideen und eine gute Portion Charisma mitbringt, hat sein persönliches Erfolgsrezept vor ein paar Jahren gefunden und seitdem immer weiter verfeinert.

Zusammen mit Matthew Fries (Piano), Cliff Schmitt (Bass) und Keith Hall (Drums) wird er das Konzert im Mindener Jazz-Club bestreiten. Und Sie können davon ausgehen: Dieser Abend wird ein ganz besonderer.

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