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Profis finden in Rehren ein neues Zuhause / Eheleute Rosnowski wollen ihren Sport ins Auetal bringen

Aus dem Nichts ein Basketball-Team aufbauen

Rehren (la). Slava Rosnowski ist 2,01 Meter groß und durchtrainiert. Gegen ihn wirkt seine Ehefrau Olesia Rosnowska, die gut einen Kopf kleiner ist, sehr zierlich. "Basketballer müssen nicht zwangsläufig sehr groß sein. Es gibt ja auch Spielmacher, die von hinten die Pässe liefern müssen", erklärt Olesia Rosnowska, und sie weiß, wovon sie spricht, denn die Eheleute sind Basketballprofis. Beide spielten in der Nationalmannschaft der Sowjetunion und Slava später auch für Russland und Polen. Seine Profilaufbahn führte ihn außerdem nach Belgien, in die Schweiz und schließlich nach Deutschland.

veröffentlicht am 06.09.2007 um 00:00 Uhr

Die Basketball-Profis Slava Rosnowski und seine Frau Olesia habe

Vor zwei Jahren bauten die aus Almata in Kasachstan stammenden Eheleute im Schäferhof in Rehren ein Haus. Zunächst wohnten sie aber nur selten dort, denn der 32-jährige Slava spielte in der Basketball-Bundesliga für Nürnberg und danach für die "Eisbären" in Bremerhaven. Olesia trainierte in Bremerhaven den Profinachwuchs. Warum es die Sportlerfamilie, zu der die Kinder Anastazja (8) und Denis (5) gehören, ausgerechnet ins Auetal zog? "Es ist liebevoll und sehr schön hier", sagt die 34-Jährige. Ihre Schwägerin lebe in Hameln, was ja nicht weit entfernt sei und man sei nah an der Autobahn. Denn für welchen Verein ihr Ehemann in der bevorstehenden Saison Körbe werfen wird, steht bislang noch nicht fest. "Mein Vertrag in Bremerhaven ist abgelaufen, und die neuen Verträge werden erst in Kürze abgeschlossen", erklärt Slava. Er stehe zwar bereits mit einigen Vereinen in Verhandlungen, wolle die aber nicht nennen. "Da wird im Profisport immer bis zuletzt gepokert", sagt er augenzwinkernd. Aber egal wohin es den Basketballer verschlägt, ihren Wohnsitz behält die Familie in Rehren, und Olesia wird mit den Kindern auch weiterhin dort leben. Sie hat sich vorgenommen, den Basketball-Nachwuchs in Deutschland zu fördern und sucht einen Job als Trainerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann - beide sind übrigens ausgebildete Diplom-Sportlehrer - will sie versuchen, im Auetal aus dem Nichts eine Basketballmannschaft aufzubauen. "Das muss natürlich ganz langsam, Schritt für Schritt gehen", sagt Slava. Den ersten Kontakt dafür hat der Sportler bereits geknüpft, als er bei Bürgermeister Thomas Priemer an die Tür klopfte und nachfragte, ob er in der Rehrener Sporthalle trainieren kann. Damit weckte er das Interesse bei dem sportbegeisterten Bürgermeister, der sofort seine Unterstützung anbot. Demnächst soll ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des TuS Rehren, Dieter Grupe, stattfinden. Dabei soll erörtert werden, ob Basketball als neue Sparte des TuS integriert werden kann. "Das Sportangebot im Auetal könnte durch die Eheleute Rosnowski um eine trendige Sportart erweitert werden. Alle interessierten Vereinekönnten davon profitieren", so Priemer. Demnächst soll ein Schnupper-Nachmittag organisiert werden, zu dem alle interessierten Kinder und Jugendlichen eingeladen werden. Außerdem möchte Olesia versuchen, Basketball-AGs an Schulen anzubieten. "Nachwuchsarbeit muss ganz unten an der Basis, also bei den Kindern, beginnen", weiß die erfahrene Trainerin, und auch wenn sie Profi ist, will sie für ihre Arbeit kein Profi-Gehalt. Also sollten sich Institutionen oder Vereine nicht abschrecken lassen und bei Interesse mit den Eheleuten Rosnowski unter (0163) 8 44 03 38 Kontakt aufnehmen. Den ersten Nachwuchsspieler bringen die Sportler selbst mit: ihren Sohn Denis, der mit seinen fünf Jahren bereits bestens mit dem Ball umgehen kann. Tochter Anastazja schwingt dagegen lieber den Tennisschläger und ist in ihrer Altersklasse schon ein kleiner Profi und sammelt fleißig Titel und Pokale.



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