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Natur- und Hochwasserschutz in der Niederung - Aue bekommt auf einem Kilometer ein neues Bett

Aus dem alten Altarm wird der neue Altarm

Bückeburg (rc). In der Bückeburger Niederung ist der erste Spatenstich für die Verlegung der Aue erfolgt. Auf rund einem Kilometer Länge wird der verlandete Altarm des Flüsschens aufgebaggert, neu gestaltet und damit gegenüber dem bisherigen Verlauf deutlich verlängert. Dadurch wird zum einen der Hochwasserschutz, besonders in den oberhalb des Altarms liegenden Bückeburger Ortsteilen Meinsen und Warber, verbessert, zum anderen aber erfährt das Naturschutzgebiet Bückeburger Niederung eine weitere, deutliche Aufwertung. Außerdem werden in der Niederung drei weitere Gewässer ausgehoben, um Rastvögel und besonders Amphibien neue Refugien bieten zu können.

veröffentlicht am 04.11.2006 um 00:00 Uhr

Am Aue-Alt arm - das kleine Bild zeigt dessen Verlauf - ist der

Rund 300 000 Euro kosten die Projekte, einen erheblichen Teil bringen Stiftungen wie etwa die Kurt Lange Stiftung Bielefeld auf, die allein mit 100 000 Euro im Boot ist. Um das Zusammenkratzen der Gelder hat sich vor allem der Förderverein Bückeburger Niederung um seine Vorsitzende Egbert Schulz und Wolfhard Müller verdient gemacht. Das hoben sowohl Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach als auch Kreisdezernentin Ursula Krahtz in ihren Grußworten auf schlammigen Acker mitten in der Niederung hervor. "Die Bezeichnung neuer Alt arm der Aue spricht für sich", sagte der Bürgermeister, "wir stehen hier am Beginn der Erneuerung der Natur". Der Landkreis sei stolz darauf, mit diesem Pfund Natur wuchern zu können", sagte die Kreisdezernentin. Hier werde ein Gesamtprojekt verwirklicht, an dem sehr viele Initiatoren, Ideengeber und Förderer mitgewirkt hätten. "Hier sind sehr viel Phantasie, Energie und Durchsetzungsvermögen am Werke gewesen und zukunftsweisende Chancen ergriffen worden", sagte Hermann Kruse, Kuratoriumsmitglied der Lange Stiftung. Die Stiftung trage nur Projekte mit, die auch von anderen gefördert werden. "Und das geschieht hier." Neben der Wiederherstellung alter Natur dient das Projekt auch dem Hochwasserschutz. Wie Matthias Dornbusch vom Wasserwirtschaftsamt des Landkreises erläuterte, entstehen rund 10 000 Kubikmeter neuer Flut raum. Umliegende Wiesen undÄcker werden durch Verwallungen vor Vernässungen geschützt. "Alles aber auf dem bisherigen Niveau", wie Dornbusch betonte.

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