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Kleine Pilzkunde ist für Sammler unabdingbar / Finger weg von exotischen Pilzen in unseren heimischen Nadel- und Laubwäldern

Augen auf beim Pilzesammeln – oftmals täuscht der erste Blick

Hameln (mj). Geschmort, gebraten, mariniert, überbacken, gefüllt oder getrocknet, als Suppe, mit Nudeln oder Reis, zu Gemüse oder Fleisch – die Möglichkeiten, Pilze zuzubereiten, scheinen unendlich. Ebenso umfangreich wie die Speisevarianten sind, ist auch die Artenvielfalt der Pilze. Weltweit sind über 100.000 Arten bekannt. Vielleicht deshalb bilden sie biologisch betrachtet auch ein eigenständiges Reich neben Tieren und Pflanzen. Zu diesem gehören sowohl Einzeller wie Hefen als auch Vielzeller wie Schimmel- oder Speisepilze.

veröffentlicht am 29.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Stichwort Speisepilz – woran lässt sich eigentlich erkennen, ob ein Pilz essbar, ungenießbar oder sogar giftig ist? Wer sich in der Mykologie (Wissenschaft von den Pilzen) nicht gut auskennt, der sollte Acht geben beim Pilzesammeln. Zwar lassen sich einige Pilzsorten leicht identifizieren. Doch gibt es zahlreiche Pilze, die sich zwar äußerlich ähneln, aber nicht verwechselt werden sollten, da sie unterschiedlich genießbar sind. Wesionär „pippilotta“ kennt sich mit Pilzen gut aus und hat ein Fotoalbum von typischen und seltenen Pilzen aus unseren heimischen Wäldern erstellt. Die beiden abgebildeten Fotos zeigen deutlich, wie sehr sich manche Pilze auf den ersten Blick gleichen können. Beim genauen Hinsehen stellt man jedoch fest, dass es sich bei dem einen um den wohlschmeckenden und beliebten Steinpilz handelt Der andere hingegen entpuppt sich als ungenießbarer Gallenröhrling (auch Bitterling genannt). Er würde aufgrund seines extrem bitteren Geschmacks das Essen verderben.

Vorsicht verlangt jedoch zum Glück nicht vollkommenen Verzicht. Wer sich ein bißchen schlau macht und beim Pilzesammeln einen Pilzführer in der Tasche hat, sollte auf der sicheren Seite sein. Hat man allerdings auch nach Konsultation des Fachbuchs Zweifel, ob man den Pilz richtig identifiziert und wirklich ein verträgliches Exemplar vor sich hat, sollte man diesen nachgeben. Denn eines ist sicher: Lieber einen geschmackvollen Pilz stehen lassen, als einen giftigen essen! Bis bald bei

Aus diesem Prachtexemplar ließe sich ein leckeres Steinpilzgericht zubereiten. Doch pippilotta ließ ihn stehen, damit er sich vermehrt und weitere solche Exemplare nachwachsen.

Beim Gallenröhrling rät pippilotta: Dieser Pilz ist Verwechselungskandidat Nr.1 mit dem Steinpilz – stehenlassen!



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