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Tödlicher Unfall auf dem Parkplatz Schafstrift: Pkw-Fahrer (47) stirbt in Ford Mondeo / Frau und Baby schwer verletzt

Aufüberfülltem Parkplatz in Lastwagenheck gerast

Rehren (la/nah). Auf der Abfahrt zum Autobahnparkplatz "Schafstrift" ist gestern Morgen gegen 5.30 Uhr bei extremer Eisglätte ein Pkw unter einen im Abfahrtsbereich stehenden Lastwagen gefahren. Durch den Aufprall wurden ein Baby, sowie dessen Mutter schwer verletzt. Beide saßen auf der Rückbank. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle.

veröffentlicht am 27.03.2008 um 00:00 Uhr

Tod auf dem A 2-Parkplatz Schafstrift: So sah die Unfallstelle g

Der 47-jährige Autofahrer wollte nach ersten Erkenntnissen der Polizei auf den Parkplatz "Schafstrift" an der A 2 zwischen Lauenau und Rehren auffahren. Dort prallte der Ford Mondeo, der mit Sommerreifen ausgestattet war, auf glatter Fahrbahn und vermutlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit, auf einen dort abgestellten Lkw. Der Lastwagen stand am linken hinteren Rand der Einfahrt zum völlig überfüllten Parkplatz, weit hinter der eigentlichen Stellfläche. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ford Mondeo stark gestaucht und musste von Feuerwehrleuten aus Lauenau und Rodenberg mit einer Winde unter dem Lastwagenheck hervorgezogen werden. Der Fahrer konnte nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden. Die auf der Rückbank sitzende mutmaßliche Lebenspartnerin (36) wurde durch den Aufprall lebensgefährlich verletzt und kam mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Neben ihr auf dem Rücksitz befand sich ein Baby (9 Monate), welches verletzt aus dem Auto gerettet werden konnte. Wie die Polizei inzwischen erfahren hat, war die Familie auf dem Weg von Polen nach Frankreich. Dort hat sie auch ihren Wohnsitz. Der 45-jährige Lastwagenfahrer befand sich zum Zeitpunkt des Aufpralls in seiner Kabine und kam mit dem Schrecken davon. Gegen ihn wird, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, jetzt der Verdacht auf fahrlässige Tötung geprüft. Denn das Fahrzeug stand, wie Sprecherin Edda Nöthel von der Polizeidirektion Hannover ausdrücklich erklärte,"nicht auf einem ordnungsgemäß markierten Park platz". Allerdings sei die Einfahrt so breit, dass selbst ein großer Lastzug auf der zweiten Spur mühelos hätte passieren können. Damit haben im ersten Quartal des neuen Jahres auf dem Schaumburger Autobahnabschnitt fünf Menschen ihr Leben verloren. Eine Frau starb am Neujahrstag bei Bad Nenndorf. Drei waren im Januar tödlich verunglückt, als kurz vor dem Strutzberg in Richtung Bad Nenndorf ein Lastzug die Leitplanke durchbrochen hatte. Für die Rettungsarbeiten wurde der rechte Fahrstreifen gesperrt. Dadurch kam es zeitweilig zu einem Rückstau von rund fünf Kilometern.



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