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Thema "Kindergarten": Stadthäger Ingenieurbüro sagt in zwei Wochen "was geht - und was nicht"

Auftrag ist raus - ohne Vorgaben für den Planer

Eilsen/Heeßen (tw). Samtgemeinde und Politik haben einen weiteren Schritt in Sachen Kindergarten-Neubau auf dem Areal zwischen Sporthalle und Jugendzentrum Heeßen getan: Wie Eilsens Amtsrat Bernd Schönemann auf Nachfrage der Landes-Zeitung bestätigt, hat der Samtgemeindeausschuss dem Planungsbüro Hermann Göbel (Stadthagen) den Auftrag erteilt.

veröffentlicht am 07.10.2006 um 00:00 Uhr

Gleich ob Neubau, Anbau oder Umbau: "Die Politiker haben mir keine Vorgaben gemacht", berichtet der Diplom-Ingenieur. Göbel geht jetzt zunächst daran, die Bestandssituation vor Ort aufzunehmen und zu bewerten. Wichtig dabei: "Der B-Plan muss eingehalten werden, die Größe der Freifläche, die die Kinder nutzen können, ebenfalls." Wichtig ist auch die Antwort auf die Frage: Kann die Bausubstanz des 40 Jahre alten Jugendzentrums im Rahmen des Projekts mit verwendet werden - oder nicht? Wenn nicht, käme nur ein Abriss in Frage. "Wie auch immer", sagt Göbel. "In 14 Tagen werde ich sagen können, was geht - und was nicht." Mit der Entscheidung, den Planungsauftrag an den Stadthäger zu vergeben, haben die Politiker für keinen Unbekannten votiert. Göbel hat in Eilsen bereits zahlreiche Projekte realisiert, auch im Bereich "Kids". Dazu zählen der Umbau des "kleinen" Kindergartens sowie diverse Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule Heeßen, zu denen Maßnahmen zum Schutz vor den Auefluten und zuletzt das Erneuern der Fenster mit Front zur Straße gehörte. Aber auch für das Sanieren der Sporthalle Luhden und das Neueindecken des Dachs der Friedhofskapelle zeichnete das Büro verantwortlich. Wie berichtet, hatte der Eilser Bau-, Wege- und Umweltausschuss unter Vorsitz von Heinz Grabbe (SPD) dem Samtgemeinderat noch vor der Kommunalwahl vom 10. September einstimmig empfohlen, das Errichten des (zweiten) Kindergartens in Angriff zu nehmen; dabei sollen auch die Pädagogik-Empfehlungen des Landesschulamtes berücksichtigt werden. Gleiches gilt für die künftigen Anforderungen der Grundschule Heeßen (Umwandlung in eine Ganztags-Grundschule) sowie für die Bedürfnisse des Jugendheims und des TSV Bad Eilsen. Die Antwort auf die Frage, ob das Objekt als Neu- oder aber als An- respektive Umbau verwirklicht wird, will die Samtgemeinde davon abhängig machen, welche Lösung am wirtschaftlichsten ist. Die Möglichkeit, den Baukörper später aufstocken zu können, soll von dem Stadthäger Büro von vorne herein in die Planung mit einbezogen werden.

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