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Trotz Krise neue Kunden und Projekte gewonnen / „Entwicklung wird nicht stetig nach oben gehen“

Aufträge aus China – Lenze setzt Kurzarbeit aus

Groß Berkel (red). Lenze hat in fast allen Unternehmensbereichen bis Ende April die Kurzarbeit ausgesetzt. Zwei Großaufträge aus China sorgen für eine gute Auslastung in der Elektronikfertigung in Groß Berkel. Die Kunden aus Fernost sind unter anderem in der Windkraft- und Roboterbranche tätig. Aktuelle Erfolge kann der Spezialist für Antriebs- und Automatisierungstechnik auch in einer seiner Fokusbranchen, der Automobilindustrie, verzeichnen.

veröffentlicht am 28.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Lenze ist als Ausrüster für die Antriebstechnik in den neuen Produktionsanlagen der Daimlerwerke in Rastatt und im ungarischen Kecskemét benannt worden. Dort wird ab 2012 die Nachfolge-Generation der heutigen A- und B-Klasse gefertigt. Auch bei Audi konnte Lenze punkten. Ab Mitte 2011 hilft Lenze-Technik bei der Produktion der neuen Generation des A 3 im Werk Ingolstadt. Neues auf Produktseite präsentiert Lenze auf der Hannover Messe im April: eine dezentrale Frequenzumrichterreihe, die insbesondere in der Fördertechnik und bei der Automobilherstellung zum Einsatz kommen wird. „Wir konnten trotz der Krise, die weitestgehend alle Branchen und Regionen getroffen hat, neue Kunden und weitere Projekte bei bestehenden Kunden gewinnen“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Lenze, Dr. Erhard Tellbüscher. „Über die aktuellen Aufträge freuen wir uns natürlich sehr. Wir sehen, dass sich unsere Anstrengungen und unsere Konzepte der letzten Monate auszahlen.“ Aber die Entwicklung in diesem Jahr werde nicht stetig nach oben verlaufen. Die Auftragslage müsse sich insgesamt noch deutlich verbessern, um an gewohnte Umsätze anzuschließen.

„Die positive Entwicklung seit Jahresbeginn basiert ein Stück weit auf den Impulsen, die von den beiden Großaufträgen ausgehen. Zur Bewältigung dieser aktuellen Projekte bieten wir sogar vorübergehend wieder zusätzliche Arbeitsplätze in der Elektronikfertigung. Wir rechnen aber insgesamt für das Jahr mit starken Schwankungen, welche die Planung für die nächsten Monate erschweren. Wir gehen zudem davon aus, dass sich der Markt zwar punktuell gut entwickeln wird, sich aber insgesamt und insbesondere in Europa nur sehr langsam erholt. Die aktuelle Lage ist daher noch kein Signal, mit unseren Sparbemühungen nachzulassen. Unser Ziel muss es sein, mit den vorhandenen Mitarbeitern mehr Umsatz zu generieren“, so Tellbüscher. Lenze hatte sich im vergangenen Jahr im Zuge der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen stark gesunkenen Umsatz sowie der zu erwartenden langsamen Erholung der Märkte, von Mitarbeitern weltweit trennen müssen.

Die Zahl der Beschäftigten in der Lenze-Gruppe liegt aktuell bei 3000. Davon sind rund 1600 Mitarbeiter an den deutschen Standorten beschäftigt, die meisten in Groß Berkel und Extertal.

Um die aktuellen Aufträge abzuarbeiten, bietet Lenze sogar vorübergehend wieder zusätzliche Arbeitsplätze in der Elektronikfertigung. Insgesamt rechnet das Unternehmen aber für das Jahr mit starken Schwankungen, die die Planung für die nächsten Monate erschweren. Die Entwicklung sei daher noch kein Signal, mit den Sparbemühungen nachzulassen.

Foto: Wal



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