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Verein komplettiert den Vorstand

Aufatmen bei den Pohler Schützen: Keine Liquidation

Pohle (nah). Die Pohler Schützenvereinigung hat ihre Auflösung abwenden können. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung konnte Vorsitzende Ulrike Hoffmann einen wieder kompletten Vorstand vorstellen. Wie berichtet, hatte im Frühjahr das Ende der Traditionsgemeinschaft gedroht, weil sich für einige Funktionen keine Kandidaten fanden. "Ich bin sehr froh", atmete Hoffmann am Ende auf.

veröffentlicht am 28.06.2008 um 00:00 Uhr

Gemeinsam wird zum Erhalt des Pohler Schützenwesens angepackt: A

Die Vorsitzende, die bisher in Personalunion stellvertretende Schießsportleiterin und Jugendwartin war und vor einem Jahr auch noch die Funktion des Schriftführers übernehmen musste, wollte nach der turnusmäßigen Jahresversammlung schon aufgeben. Die Posten des Zweiten Vorsitzenden, des zweiten Kassenwarts und des Schriftwarts ließen sich nicht besetzen. Zudem klagte Hoffmann über das Ende der Jugendgruppe, die vor vier Jahren noch aus 13 Mädchen und Jungen bestand, sowie über sinkende Mitgliederzahlen und Überalterung. Sie gab sich und dem Verein Bedenkzeit: Lasse sich bis zu einem neuen Versammlungstermin die personelle Notlage nicht klären, würde der Verein aufgelöst. Doch es gab offenbar noch Mitglieder, die sich vor Verantwortung nicht scheuten. Der bisherige Kassenwart Gerd Bürgel ließ sich für den stellvertretenden Vorsitz gewinnen; Anni Busse übernimmt Protokoll und Schriftverkehr. Für die Finanzen ist künftig Horst Küker zuständig, der durch Erich Fink unterstützt wird. Unverändert bleiben Christa Steinmeyer als Damenleiterin und Rainer Hoffmann als Schießsportleiter. Die Abstimmung über das Gesamtpaket war nur noch Formsache: "Unsere außerordentliche Versammlung ging schon nach 20 Minuten zu Ende", erläuterte die Vorsitzende das Einvernehmen. Gleichwohl haderte sie erneut mit dem geringen Interesse am Vereinsleben: Von den 74 Mitgliedern hatten nur 17 beim Neustart dabei sein wollen. Aber davon lässt sich der Vorstand nicht beeindrucken. In einer ersten Sitzung legte er die Termine für das zweite Halbjahr fest. So sollen die traditionellen Turniere für Gemeinschaften und für die Bürger rechtzeitig vor dem Erntefest abgehalten werden. Befreundete Vereine erhalten demnächst eine Einladung zu einem neuen Bruno-Faltinat-Gedächtnisschießen. Auch ein Königshaus wollen die Pohler Schützen wieder ermitteln: Diesen Termin hatte Hoffmann aufgrund der Ereignisse vor einigen Wochen noch abgesagt. Nun soll es im Herbst neue Majestäten geben.

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