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Aktionäre beantragenVorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten / Auch Aufsichtsratbezüge sollen nicht erhöht werden

Auf der Neschen-Hauptversammlung wird es rund gehen

Bückeburg (rc). Die Hauptversammlung der Neschen AG findet am kommenden Donnerstag, 21. Juni, im Rathaussaal in Bückeburg statt. Beginn ist um 14 Uhr.

veröffentlicht am 16.06.2007 um 00:00 Uhr

Nach den Gegenanträgen dürfte es turbulent zugehen. Aktionäre beantragen, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern, da Unterlagen nicht ordnungsgemäß vorgelegt worden seien und sie die schlechten Geschäfte 2006, besonders in den USA, zu verantworten hätten. Auch die familiären Beziehungen - Sohn Stefan Zinn im Vorstand, Vater Rolf Zinn im Aufsichtsrat - stören einen Aktionär. Der Vater sei aus seiner Zeit als Vorstand verantwortlich für die verfehlten und überteuerten Einkäufe in den USA: "Niemand würde auf den Gedanken kommen, Herrn Schrempp bei Daimler-Chrysler zum Aufsichtsrat vorzuschlagen, nachdem sein persönlicher Ehrgeiz das Chrysler-Debakel zu verantworten hat. In Bezug auf die Größe von Neschen übertrifft Herr Zinn Herrn Schrempps Unfähigkeit um ein Mehrfaches." Zwei Aktionäre stören sich auch an der geplanten Erhöhung der Vergütung für den Aufsichtsrat. Sie sei nicht leistungsorientiert, da die Leistung des Aufsichtsrats in den vergangenen Jahren "unbefriedigend" gewesen sei. Zudem habe es bei der erfolgten Kapitalerhöhung keinen Bezugsrechtshandel gegeben: "Eine einmalige Missachtung von Aktionärsrechten", moniert der Antragssteller. In Stellungnahmen zu den Gegenanträgen, alle übrigens auf der Homepage von Neschen veröffentlicht, weist der Konzern die kritisierten Punkte zurück. Die Erhöhung der Aufsichtsratsbezüge sei angemessen, da sich der neue Aufsichtsrat künftig stark gestiegenen Anforderungen stellen müsse: so wie übrigens von vielen Seiten gefordert, die sich sogar für hauptamtliche Aufsichtsräte aussprechen. Und: Der neue Aufsichtsrat sei unabhängig von den Leistungen des vorherigen, da bis auf Rolf Zinn das Gremium in den vergangenen Monaten ausgewechselt wurde. Zu den schlechten USA-Geschäften führt Neschen aus, dass es in der Vergangenheit Probleme, aber auch eine "konsequente Bereinigung" der Strukturen gegeben habe, die zu einem positiven Ergebnis in diesem Jahr führen würde. Zu den weiteren Anträgen wird auf die Tätigkeitsberichte verwiesen, die Vorstandssprecher Stefan Zinn auf der Hauptversammlung geben wird. Zu weiteren Begründungen des Gegenantrags werde der Konzern keine Stellung nehmen, da es sich um "persönliche Einschätzungen handelt, die wir nicht kommentieren können".



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