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Schaumburger Amnesty-Gruppe macht sich stark für Frauen im Iran und in China

Auf der Anklagebank: Staatlicher Mord und Willkür von Behörden

Bückeburg (mig). Böse Briefe aus Bückeburg: Der Präsident der VR China, Hu Jintao Guojia Zhuxi, und Irans Präsident, Dr. Mahmoud Ahmadinejad haben am Wochenende etliche kritische Briefe aus Bückeburg erhalten. Abgeschickt wurden die Protestnoten von Besuchern des Standes der "Amnesty International Gruppe 1019 Schaumburg", die anlässlich des Weltfrauentages auf die prekäre Lage von Frauen aufmerksam machten.

veröffentlicht am 14.03.2008 um 00:00 Uhr

Mit den kurzen Schreiben wurde diesmal vor allem gegen die Verletzung der Menschenrechte im Iran und in China protestiert. "Im Iran steinigt man Frauen wegen Ehebruchs zu Tode", erläuterte Irmgard Klingst, wie Christel Wieding Gründungsmitglied der 1970 ins Leben gerufenen Gruppe. "At least nine women and two men are at risk of being stoned to death", steht in dem Schreiben an den Präsidenten der islamischen Republik, Dr. Mahmoud Ahmadinejad, zu lesen. Die Forderung der Nichtregierungsorganisation: Niemand dürfe wegen einer privaten Beziehung zum Tode verurteilt werden. Viel besser als in dem schiitischen Gottesstaat sieht es derzeit auch in China nicht aus. Obwohl die chinesische Regierung im Vorfeld der im August beginnenden olympischen Spiele eine Verbesserung der Menschenrechts-Situation zugesagt hatte, werden die Behörden immer repressiver. Unliebsame Bürger werden einfach weggesperrt, Menschenrechtsaktivisten unter Hausarrest gestellt. Im Blickpunkt der Amnesty-Gruppe standen vor allem die Tiananmen-Mütter, deren Verwandte 1989 bei dem Massaker an Angehörigen der Demokratie-Bewegung getötet oder verletztworden waren. Ebenfalls einsetzen konnten sich Standbesucher für Mao Hengfeng, die sich gegen die staatliche Familienplanungspolitik und Zwangsvertreibungen wehrt. Mit der Beteiligung an der Unterschriftenaktion waren die Ehrenamtlichen zum Ende der Aktion "ganz zufrieden". "Leider sind die Leute heute nicht mehr so politisch wie früher", meint "Nachwuchs" Pia Buzmann ein wenig traurig. Um es Interessierten leicht zu machen, wurden ihnen am Stand neben Vordrucken auch Umschläge und Briefmarken gestellt. Derzeit hat die Gruppe zwölf Mitstreiter. Die Arbeit wird allein aus Spenden finanziert.



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