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Vor Gericht: Brenzlige Situation beim Einfädeln auf der Autobahn / Streit zieht sich durch alle Instanzen

Auf der A 2: "Wurden extrem hart geschnitten"

Rinteln/Bückeburg (maf). Eine 18 Monate zurückliegende brenzlige Verkehrssituation auf der A 2 beschäftigt weiter die Justiz. In einem Prozess durch alle Instanzen muss sich ein Schlosser aus dem Emsland nach erneuter Rechtsmitteleinlegung nun zum dritten Mal wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung vor Gericht verantworten. Der 34-Jährige soll mit seinem Ford vom Beschleunigungsstreifenauf die mittlere Fahrspur geschossen und dort beinahe mit einem Transporter kollidiert sein.

veröffentlicht am 25.02.2008 um 00:00 Uhr

Am 5. August 2006 befuhr ein Transporter aus Dortmund mit einem Tempo von etwa 140 Stundenkilometern die mittlere Fahrbahn der A 2. In dem Wagen befanden sich neunüberwiegend junge Leute, die zu einer Baseball-Bundesligamannschaft gehörten und auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel in Berlin waren. Gegen 10 Uhr fuhren die Sportler an einem Parkplatz vorbei. Dort hatte gerade der Angeklagte mit seiner Familie eine kurze Pause gemacht, ehe er seine Reise nach Polen fortsetzen wollte. Mit seinem Ford fuhr er von dem Parkplatz hinter einem Lkw auf die Einfädelungsspur und zog dann nach Aussage mehrerer Zeugen sofort auf die mittlere Spur. "Wir wurden extrem hart geschnitten", erinnerte sich einer der Sportler. Der 59-jährige Fahrer des Transporters wich nach links aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Gleichzeitig näherte sich jedoch auf der linken Fahrbahn ein Kaufmann aus Verl in seinem Wagen - der musste eigenen Angaben zufolge eine Vollbremsung machen und geriet dabei kurz auf den Grünstreifen. Dagegen bestreitet der Angeklagte den Tatvorwurf. Er will normal in den Rück- und Seitenspiegel geschaut haben. Der Wagen auf der mittleren Spur habe auch nach links geblinkt und ihm Platz gemacht, äußerte der 34-Jährige. Im Frühjahr vorigen Jahres ist der Schlosser in erster Instanz vom Amtsgericht Rinteln wegen Straßenverkehrsgefährdung zu einer Geldstrafe von 1500 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt worden. Drei Monate später verwarf die IV. Kleine Strafkammer des Bückeburger Landgerichts seine Berufung. Daraufhin ging der Mann in die Revision. Das Oberlandesgericht Celle hob das Urteil schließlich auf und verwies den Fall an eine andere Kammer zurück. Der Prozess vor der III. Kleinen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Reinhard Sievers wird am Mittwoch mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt.



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