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Bad Pyrmonter zu Gast in der Partnerstadt Freienwalde

Auf den Spuren von Fontane

BAD PYRMONT/BAD FREIENWALDE. Es ist schon eine Kunst, die Städtepartnerschaft Bad Pyrmonts mit ihren drei Partnerstädten am Leben zu erhalten.

veröffentlicht am 05.09.2019 um 00:00 Uhr

Umso mehr konnte sich die Bad Pyrmonter Gruppe freuen, die am Wochenende zu einem dreitägigen Besuch in Bad Freienwalde weilte, ist doch auf beiden Seiten hohes Engagement vorhanden. Das zeigte sich in dem tollen Programm, das auf Bad Freienwalder Seite vor allem von Carola Kretschmer und Marco Büchel vom Oberbarnimer Kulturverein zusammengestellt wurde und in ihrem Pendant auf Pyrmonter Seite, Angelika Rudolph, welche die Organisation der Reise von Bad Pyrmonter Seite innehatte. So ging es denn mit 20 Pyrmontern per Bus in die Stadt im Oderbruch, wo der traditionelle erste Empfang am „Pyrmonter Stein“ stattfand, einem riesigen Findling, der an den Beginn der Partnerschaft im Jahre 1990 erinnert. Hier trafen sich auch Pyrmonter mit Freienwaldern, die schon seit Jahren befreundet sind und für welche die Städtepartnerschaft inzwischen mehr als ein rein formales Gebilde ist. Klar, dass man sich am Abend zum offiziellen Empfang im Rathaus wiedertraf, wo Bürgermeister Ralf Lehmann, seit 1993 im Amt, und Marianne Weiland darauf hinwiesen, dass im nächsten Jahr mit 30 Jahren Bestand der Städtepartnerschaft ein Jubiläum zu feiern sei, das dann in Bad Pyrmont zelebriert werden solle. Dazu würde auch Endrik Salewski mit Musikern des Landesorchesters Brandenburg anrücken. Salewski ist den Pyrmontern als Leiter des Jugendblasorchesters bekannt und nunmehr Chef des Landesorchesters Brandenburg. Die Freienwalder Städtepartner hatten ein dicht gestecktes Programm vorbereitet, das sich anlässlich des 200. Geburtstags thematisch rund um den märkischen „Nationaldichter“ Theodor Fontane reihte, der in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ viel über die Region um Bad Freienwalde geschrieben hatte. „Freienwalde – hübsches Wort für hübschen Ort“ wurde er zitiert. Daher umfasste die samstägliche Bustour durch das Oderbruch den Besuch des Wohnhauses von Fontanes Vater und einen Abstecher ins Kolonistendorf Neulietzegöricke. Dieses älteste Dorf, das von Siedlern gebaut wurde, die Friedrich der Große als Kolonisten ins Land geholt hatte, um das Oderbruch trockenzulegen, hat einen speziellen Grundriss und eine ebenso besondere Bauweise der Häuser. Mit viel Aufwand wurde die Kirche saniert, es gibt ein „Kolonisten-Kaffee“ und ein Lokal mit dem netten Namen „Zum feuchten Willi“. Der abendliche Besuch der „Sommerkomödie“ rundete den Tag kulturell ab. Das Oderbruchmuseum Altranft wurden am Sonntag aufgesucht, bevor der Heimweg angetreten wurde. Viele Gespräche, das Kennenlernen vieler neuer Gesichter und die Pflege teils schon langjähriger Freundschaften kennzeichneten das Wochenende. Im nächsten Jahr werden die Bad Freienwalder in Bad Pyrmont erwartet, und dann gilt es, passend zum 300-jährigen Stadtjubiläum, auch das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft beider Kurbäder zu feiern.ar

2 Bilder
Der Begrüßungsabend im Rathaus von Freienwalde mit v. l. : Bürgermeister Ralf Lehmann, Marianne Weiland, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Bad Pyrmont, Carola Kretschmer, Freienwalder Organisatorin, Marco Büchel, Vorsitzender des Oberbarnimer Kulturvereins, Angelika Rudolph, Bad Pyrmonter Organisatorin. FOTO:Rudi Rudolph


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