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DLRG-Herbst-Familienwanderung mit 32 Teilnehmern / Gutes Wetter und viele interessante Stationen

Auf den Spuren der Geschichte im Süntel

Haddessen. Bei strahlendem Herbstwetter zogen mehrere Familien auf Einladung der DLRG-Ortsgruppe Haddessen durch den bunten Herbstwald von Flegessen über den Süntelturm zum Süntelbad Haddessen. Eine ambitionierte Strecke von neun Kilometern, die am Ortsrand von Flegessen bei 130 Höhenmeter startete und beim Süntelturm bereits 430 Meter erreichte. Am Ziel im Süntelbad waren die Teilnehmer wieder auf 130 Meter ü. NN.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:21 Uhr

Wenngleich dieses Höhenprofil nicht zu Jubelschreien Anlass gab, so war doch der körperliche Fitnessgedanke und das gemeinsame Wandern durch die herrliche Natur ein Grund, sich auf den Weg zu machen. Unterwegs konnten 23 Erwachsene, neun Kinder und drei Hunde viel über die Geschichte des Süntels erfahren. Bereits am Waldrand westlich von Flegessen bot sich ein herrlicher Blick von Altenhagen im Nordosten bis Emmerthal im Südosten.

Auf dem Weg zur Jahnhütte ließen es sich die meisten nicht nehmen, den Gülichstollen, einen alten Kohlestollen, zu suchen. Unter umgefallenen Bäumen versteckt, kommt aus dem ehemaligen Stolleneingang jetzt klares Bergwasser zutage. An der Jahnhütte erfuhren die Wanderer mehr über die wechselvolle Geschichte dieses Platzes mitten im Wald.

Weiter ging es zum Süntelturm. Auf diesem Weg führte Jürgen Schaper zum längst vergessenen Horst-Wessel-Denkmal, das 1939 errichtet wurde und 1945 von den Amerikanern gesprengt wurde. Zeugnis einer glücklicherweise längst überwundenen Epoche.

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Gut gelaunt zogen die Familien durch den Süntel.

Die Kinder hatten viel Spaß beim Suchen nach Fossilien: Leider wurden in dem Sandstein nur Spuren von Kohle gefunden. Ein Sandstein wurde bis zum Sand zerschlagen - leider ohne einen Hinweis auf Fossilien. Der Süntelturm brachte endlich die ersehnte längere Pause mit all den Bequemlichkeiten einer Waldgaststätte. Auch den Blick vom Turm über das Weserbergland wagten einige Nimmermüde. Der Abstieg über Yellow Point, einem gediegenen Aussichtspunkt unweit des Süntelturmes, vorbei an einer Gedenkstätte für zwei belgische Soldaten, die vor 50 Jahren am Süntel bei einem Flugzeugabsturz den Tod fanden, führte weiter zum Falltal. Am Wasserwerk warteten bereits Herbert und Martina Grohowski mit einer Teestation. Schnell waren die nassen Bänke (es war der einzige Regenschauer des Tages gerade niedergegangen) abgewischt und die Wanderer konnten sich mit Tee und Keksen stärken. Als Aufgabe mussten an der Teestation die Anzahl Äpfel in einer Kiste und das Gewicht eines Kürbis geschätzt werden.

Die Strecke bis zum Süntelbad verlief zügig, denn selbstgemachte Salate, Gegrilltes und mitgebrachter Kuchen lockten dort zum Abschluss. Muntere Reden und kurzweilige Spiele lockerten die Atmosphäre auf, und das Getreide-Ratespiel forderte Nichtlandwirte erneut heraus.

Mit den neuesten Informationen und den Hinweisen auf zukünftige DLRG-Veranstaltungen und den Preisen der Schätzaufgaben traten die Familien ihre Heimwege an.

Die Anzahl der Äpfel hatte das Team Schlüter/Enders am besten geschätzt, Jürgen Schaper und das Team Olbrich/Fein lagen bei dem Gewicht für den Kürbis am dichtesten dran und die Getreidesorten exakt bestimmen konnte Familie Diekmann.

Im nächsten Jahr wird die DLRG-Ortsgruppe wieder eine Familienwanderung anbieten, voraussichtlich von Fischbeck über Höfingen zum Süntelbad mit Besuch bei der Zimmerei Weber in Höfingen. Vorsitzender Herm Henkel dankte den Mitorganisatoren Wolfgang, Jürgen, Johannes, Herbert und Martina.



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