weather-image
×

Das ganze Jahr über müssen Rosen geschnitten werden

Auf den richtigen Schnitt kommt es an

Die „Königin unter den Blumen“ ist unbestritten die Rose. Wie es sich für eine echte Königin gehört, ist sie aber auch ganz schön anspruchsvoll. Insbesondere der zeitige Rückschnitt im Frühjahr ist für eine schöne Blüte unerlässlich. Dafür gibt es eine einfache Faustregel. „Der Schnitt richtet sich in erster Linie danach, ob die Rose am mehrjährigen Holz blüht oder an diesjährigem, also an den Trieben, die erst im Laufe des Frühjahrs wachsen“, erklärt die bayrische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG). Bei den Edel- und Beetrosen ist der Rückschnitt lebensnotwendig. Denn sie blühen, anders als beispielsweise Kletterrosen, nur am diesjährigen Holz. Nur die jungen und frischen Triebe bilden also eine Blüte aus. Wann genau man zur Gartenschere greifen muss, hängt von den örtlichen Witterungsbedingungen ab. Statt an einem bestimmten Datum sollten sich Rosenbesitzer an der Vegetation orientieren: Wenn die Forsythien blühen, ist es auch Zeit für den Rosenschnitt.

veröffentlicht am 12.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:47 Uhr

Dafür sollte man eine scharfe Schere verwenden, um Quetschungen des Gehölzes zu vermeiden. Zuerst entfernt man die kranken, abgestorbenen und nach innen wachsenden Triebe. Danach macht man sich an den eigentlichen Rückschnitt. „Geschnitten wird grundsätzlich auf ein nach außen zeigendes Auge“, empfiehlt die Gartenakademie der LWG. Den Schnitt setzt man etwa einen halben Zentimeter über dem Auge an. „Die Schnittstellen selbst sollten schräg und circa einen halben Zentimeter über dem gewähltem Auge liegen.“ Um die Schnittwunde so klein wie möglich zu halten, sollte man die Schere aber nur leicht schräg ansetzen – gerade so, dass Regentropfen gut ablaufen können, damit die Nässe die offene Schnittfläche nicht faulen lässt.

Für die Intensität des Rückschnitts gilt: Schwach wachsende Rosensorten werden stark zurückgeschnitten, stark wachsende werden weniger gestutzt. Ein starker Rückschnitt, der nur drei bis vier Augen am Haupttrieb übrig lässt, fördert die Ausbildung weniger, dafür aber längerer und stärkerer Triebe. Umgekehrt wächst die Rose bei nur leichtem Rückschnitt, bei dem sechs bis acht Augen am Haupttrieb verbleiben, buschiger. Über die gesamte Gartensaison hinweg sollten Rosenbesitzer immer wieder mal zur Schere greifen. „Im Sommer werden bei den Rosen meist die abgeblühten Blüten abgeschnitten, der Fruchtansatz wird damit verhindert und ein zweiter Blütenflor unterstützt.“, rät die Gartenakademie der LWG.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige