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Auf den Punkt gebracht

Zu „“, vom 30. Dezember

Der Bericht bringt die Situation der Gleichstellung/Gleichbehandlung von Frauen im Kreis Hameln-Pyrmont auf den Punkt, indem er differenziert zwischen „hauptamtlich“ und „ehrenamtlich“ arbeitenden Frauenbeauftragten.

veröffentlicht am 16.01.2020 um 17:48 Uhr

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Für die hauptamtlich arbeitende Frauenbeauftragte ist dieses ihr Beruf, für die ehrenamtlich Arbeitende ist diese Aufgabe ihre Neigung, sich für die Belange der Beschäftigten in einer Behörde und den Menschen in den Ortschaften einzusetzen. Die Politik im Flecken Salzhemmendorf hat sich insgesamt und konsequent für die Arbeit einer ehrenamtlich arbeitenden Gleichstellungsbeauftragten bekannt, indem sie von Anfang an dieser neugeschaffenen Arbeit einen eigenen Etat zugestanden hat. Das ist in Niedersachsen nicht selbstverständlich, wie mir das in vielen Diskussionen in der Vernetzungsstelle in Hannover gesagt wurde.

Dieser Etat wird seit 2001 für die neu geschaffenen „Salzhemmendorfer Gespräche“ verwendet, die sich zur Aufgabe gemacht haben, zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen Experten einzuladen und mit diesen ins Gespräch zu kommen. Zum anderen braucht eine ehrenamtlich arbeitende Gleichstellungsbeauftragte die Erlaubnis ihres Arbeitgebers, wenn sie diese Aufgabe ausführen möchte. Das heißt, dass ihre Hauptarbeit nicht unter diesem Ehrenamt leiden darf.

Für mich bedeutete dies, dass ich an keiner Arbeitskreissitzung, zu der Frau Wente als hauptamtlich arbeitende Frauenbeauftragte des Landkreises in ihrer Arbeitszeit vormittags einlud, nicht teilnehmen konnte, da ich als Berufsschullehrerin vormittags mit meinen Schülern Unterricht machte. Ich habe dieses Frau Wente mitgeteilt und bat um Protokolle dieser Sitzungen, die ich nie bekam.

Der Bericht weist auch darauf hin, dass der etwas unglücklich gewählte Begriff „Frauenbeauftragte“ 2005 abgelöst wurde und an diese Stelle die „Gleichstellung“ getreten ist. Diese Bezeichnung entkrampfte vorerst die Debatte der Gleichstellung, wurde jedoch ersetzt durch das 2006 in Kraft getretene „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“, in dem Artikel 1 „Grundsatz der Gleichbehandlung“ der europäischen Richtlinien fokussiert werden muss. Dies bedeutet für eine Gleichstellungsbeauftragte, dass sie in ihrem Arbeitsumfeld dafür sorgen oder gegebenenfalls beratend eingreifen muss, wenn Kolleginnen oder Kollegen aufgrund ihrer Tätigkeit keine oder nur eine geringere Wertschätzung erhalten als höher qualifizierte Mitarbeitende. Außerdem: Salzhemmendorf wird mit seiner Gleichstellungsbeauftragten auf der Homepage des Kreises nicht erwähnt. Das nenne ich Diskriminierung einer ganzen Dorfgemeinde.



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