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Diskussion um mitternächtliche Finsternis auf Rintelns Straßen geht weiter

"Auf den Dörfern gehen alte Leute nicht mit den Hühnern zu Bett"

Rinteln (wm). Die Frage, bleibt das Licht in der Nordstadt nach Mitternacht an oder aus, erregt nach wie vor die Gemüter. Nachdem sich CDU-Ortsverbandsvorsitzender Sebastian Westphal dafür ausgesprochen hatte, das Experiment abzubrechen und die Straßenlampen wieder einzuschalten, haben sich gestern Reinhold Kölling, Ortsbürgermeister von Möllenbeck, und Dieter Horn, Ortsbürgermeister von Ahe-Engern-Kohlenstädt, zu Wort gemeldet. Sie protestierten energisch gegen den Vorschlag der CDU, die Beleuchtung in der Nordstadt und den Rintelner Randgebieten wieder einzuschalten. Sollte sich der Rat dafür entscheiden, kündigten Kölling und Horn an, werde man das gleiche Recht auch für alle anderen Rintelner Ortsteile fordern. Scherzte Kölling: "Auf den Dörfern stehen die alten Leute zwar mit den Hühnern auf, gehen aber nicht mit den Hühnern zu Bett!"

veröffentlicht am 15.11.2008 um 00:00 Uhr

Rund 5000 Straßenlampen gibt es in der Kernstadt und den Ortsteilen, hatten die Stadtwerke zusammengezählt. Kölling und Horn können die Aufregung nicht verstehen. In den Ortsteilen lebe man seit Jahren problemlos mit der Regelung, dass die Straßenlampen um Mitternacht ausgeschaltet werden. Es sei ja keineswegs so, dass Senioren in Scharen nach Mitternacht auf den Straßen unterwegs seien. Für Einzelfälle gebe es Lösungen. Ganz konkret gesagt, müssten sich Bürger eben leistungsfähige Taschenlampen zulegen und die Fahrrad-Beleuchtung verbessern. Auch die SPD-Diskussionsrunde 60plus hat sich jüngst mit dem Thema beschäftigt und dazu sogar die Stadtwerke aufgesucht. Hier erläuterte Stadtwerkechef Jürgen Peterson die Situation: Für die Entscheidung des Rates seien zwei Gründe maßgebend gewesen, eine Gleichbehandlung der Kernstadt mit den Ortsteilen und eine Stromersparnis von rund 25 000 Euro im Jahr durch die mitternächtliche Abschaltung. Die Stadtwerke würden noch mehr tun, um weiter Stromkosten einzusparen, so soll im nächsten Jahr damit begonnen werden, Energiesparlampen einzusetzen, außerdem werde man LED-Licht testen. Die Idee, per Handy Straßenlampen einzuschalten, sagen die Stadtwerke, habe einen gravierenden Nachteil: Die zurzeit noch eingebauten Quecksilberdampfleuchten eigneten sich nicht für spontanes An- und Abschalten. Diese Leuchten müssten mindestens eine Stunde brennen, sonst verdampfe das Quecksilber nicht vollständig. Mit der Folge, dass die Lampe vorzeitig den Geist aufgebe.



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