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54 Landfrauen aus dem Raum Springe in Lauenburg

Auf dem Südbalkon von Schleswig-Holstein

Bad Münder/Springe. Strahlender Sonnenschein begleitete 54 Damen des Springer Landfrauenvereins auf ihrer Tour. Über die Elbbrücke Lauenburg verließen sie Niedersachsen und gelangten über die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke am südöstlichen Rand der Altstadt von Lauenburg nach Schleswig Holstein.

veröffentlicht am 07.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

Die Stadtführung begann auf dem Schlossberg, dem Südbalkon Schleswig-Holsteins mit dem „Askanierblick“ Richtung Niedersachsen. Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg wurde hier von 1269 bis 1689 vom Geschlecht der Askanier regiert. Der Name leitet sich von der latinisierten Form Ascharia ihres Sitzes in Aschersleben ab. Von der großen Schlossanlage steht heute nur noch ein Flügel, der heute die Stadtverwaltung beherbergt. Im ältesten Teil des Schlosses, den Schlossturm, kann eine alte Gefängniszelle besichtigt werden. Der Rundgang auf buckeligem Kopfsteinpflaster führte die Damen an wunderschönen Fachwerkhäusern vorbei zur Maria-Magdalenen-Kirche. Die Elbstraße im Zentrum der historischen Altstadt ist Lauenburgs älteste Straße. Malerische Fachwerkhäuser aus dem 16.-19. Jahrhundert zeugen vom damals blühenden Geschäftsleben. Durch das Jahrhunderthochwasser im Juni wurde ein Höchststand des Elbhochwassers von 9,64 Metern erreicht. Viele Häuser in der Elbstraße waren auch jetzt noch unbewohnbar. Nach einem vorzüglichen Fisch- und Fleischbuffet mit Elbblick ging es per Schiff zum größten Schiffsfahrtsstuhl der Welt, dem Schiffshebewerk Lüneburg/Scharnebeck. Der Elbeseitenkanal verbindet seit 1976 mit einer Länge von 115 Kilometern die Elbe und den Mittellandkanal (Wolfsburg). 61 Meter Höhenunterschied werden überbrückt mithilfe der Schleuse Uelzen (23 Meter in in 22 Minuten) und die restlichen 38 Meter durch das Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck in nur drei Minuten. Der Bund als Eigentümer erhebt Gebühren pro Kanalmeter gestaffelt nach Art der Fracht. 500 000 Gäste aus aller Welt besichtigen jährlich das Senkrechtschiffshebewerk. Die Ablaufphasen des Hebevorgangs verfolgten die Landfrauen beeindruckt vom Schiff aus. Zurück am Anleger grüßt die Symbolfigur Lauenburgs – der Rufer – vorbeifahrende Schiffe.

Die Springer Landfrauen mit der Symbolfigur Lauenburgs, dem Rufer.



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