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Trasse von Hannoversch Münden zur Porta Westfalica soll Gütesiegel erhalten / Konferenz in Emmerthal

Auf dem Qualitätswanderweg durch die Region

Weserbergland (gm). Der Weserberglandweg soll zu einem Qualitätswanderweg umgestaltet werden - die Umsetzung hierzu rückt in greifbare Nähe. Der Weserberglandweg, der von Hannoversch Münden bis Porta Westfalica zirka 210 Kilometer lang ist, führt durch drei Bundesländer und sieben Landkreise. In Niedersachsen erstreckt sich das 140 Kilometer lange Teilstück von Bad Karlshafen bis nach Rinteln. Im gut besuchten großen Sitzungssaal des Emmerthaler Rathauses begrüßte Geschäftsführer Wilhelm Kuhlmann (Naturpark Weserbergland) jetzt zahlreiche Vertreter der beteiligten Kommunen sowie Abordnungen der Wander- und Heimatvereine zur Regionalkonferenz.

veröffentlicht am 12.02.2008 um 00:00 Uhr

Durch Wald und Flur - das Weserbergland ist eine ideale Wanderre

Dass der vorhandene Weserberglandweg nicht den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes gerecht wird, verdeutlichte der Geschäftsführer vom beauftragten Planungsbüro des Umweltinstitutes aus Höxter, Diplom-Ingenieur Bernd Schackers. "Neun Kernkriterien galt es zu erfüllen", erklärte der Fachmann, "bei fünf von diesen Ansprüchen haben wir erhebliche Defizite festgestellt. So müssen mindestens 35 Prozent der gesamten Wegstrecke naturbelassene Wege sein - in unserem Fall kamen wir auf lediglich 8,2 Prozent." Nach intensiven Recherchen - dem erneuten Abwandern der Wegstrecken unter geografischen und touristischen Gesichtspunkten - konnte nun eine zusammenhängende Wanderroute festgelegt werden, die um zirka 20 Kilometer vom ursprünglichen Weserberglandweg abweicht, dafür aber fast alle Kriterien des Gütesiegels "Wanderregion Weserbergland" erfüllt. Aus den bisherigen 140 Kilometern werden nun 160 Kilometer", informierte Schackers. Er fügte hinzu, dass diese längere Wegstrecke durch entsprechende Umgehungen einiger Orte begründet ist. Durch die vom Planungsbüro ausgearbeiteten alternativen Wegeverläufe könnten nun fast alle erforderlichen Kriterien für die Zertifizierung der Strecke erfüllt werden. Nun heißt es für die beteiligten Kommunen, ein Konzept zu erstellen, das gepflegte Gastronomie und die Anbindung öffentlicher Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe des neu entwickelten Weserwanderweges garantiert. "Von der Schönheit unserer Re gion, den natur- und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten haben wir bereits jetzt die allerbesten Voraussetzungen für das angestrebte Gütesiegel", sagte Schackers begeistert. Naturpark-Chef Kuhlmann unterstrich, dass die jeweilige kommunale Mitarbeit dringend erforderlich sei. Er betonte, die Beteiligten könnten in den nächsten Jahren mit Fördergeldern bis zu 50 Prozent durch das Leader-plus-Projekt der Europäischen Union rechnen.

Vorschlag des Umweltinstituts Höxter. Grafik: fh
  • Vorschlag des Umweltinstituts Höxter. Grafik: fh


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