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Der historische Jakobusweg verläuft durch das idyllische Kinzigtal entlang des Flößerflusses

Auf dem Pilgerpfad durch den Schwarzwald

Alpirsbach/Schenkenzell. „Zwar hat der Mensch zwei Beine, doch kann er nur einen Weg gehen“, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Und während wir im Fernsehen Reportagen über den Star der Pilgerwege, den Jakobsweg, sehen, im Kino Dokumentationen und Spielfilme sich dem Pfad annehmen und auch die Literatur über die beliebte Wanderstrecke nach Santiago de Compostela stetig wächst, stellt sich die Frage: Warum eigentlich den Jakobsweg durch Spanien und Frankreich entlangpilgern, wenn es so viel näher und besonderer möglich ist?

veröffentlicht am 12.06.2009 um 17:22 Uhr

In Alpirsbach errichteten Benediktiner vor mehr als 900 Jahren e

Autor:

Gloria Ross

130 Kilometer durch Süddeutschland

Des Rätsels Lösung ist der Jakobusweg, ein kleines Stück des berühmten Pilgerpfades, der auf den Jünger und späteren Apostel Jakobus der Ältere zurückführt. Bevor er durch das Elsaß, hin zu den Pyrenäen, durch Nordspanien bis Santiago de Compostela verläuft, ist der historische Pfad noch ein Geheimtipp. Der Kinzigtäler Jakobusweg führt auf einer Gesamtlänge von rund 130 Kilometern in sieben Etappen durch Süddeutschland: von Loßburg über Alpirsbach, Schenkenzell, Wolfach, Haslach, Zell a.H., Gengenbach, Offenburg und Schutterwald an der Kinzigquelle bis nach Kehl am Rhein – die Landschaft wechselt vom bergigen mittleren Schwarzwald bis hinunter in die Rheinebene.

Und wer der gelben Muschel, dem Symbol des Jakobusweges, folgt, hat die Möglichkeit, historische Orte zu entdecken. Mit Efeu sind die Jahrhunderte alten Mauern der Schenkenburg-Ruine bewachsen, die hoch oben über Schenkenzell thront. Hier, an der Deutschen Fachwerkstraße, lassen sich wandernd und pilgernd viele Burgen, Bauernhöfe, Benediktinerkloster und Ruinen erkunden. Die Strecke führt immer entlang am alten Flößerfluss und verbindet hübsche Orte miteinander. Alpirsbach beispielsweise ist eine romantische Klosterstadt: Das Kloster der Benediktiner und die sehenswerte Brauwelt mit dem „besten Brauwasser aus dem Schwarzwald“, die Chocolaterie, die Glasbläserei und der „Fischflüsterer“ sind die beliebtesten Ziele der Touristen. Nicht minder idyllisch ist Schenkenzell. Schiltach imponiert mit dem Charme eines Fachwerk-Städtchens – es ist eine der wichtigsten Stationen der Wanderer durch die Schwarzen Wälder. Und Schramberg hat rund um die klassizistische St.-Maria-Kirche viel Kultur zu bieten.



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