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Buchholzer stark alkoholisiert / Kein Fremdverschulden festgestellt

Auf dem Friedhof Heeßen: Mann stirbt an Unterkühlung

Heeßen (tw). "Entwarnung" beim Leichenfund in der Samtgemeinde: Der Mann, der am Freitagmorgen tot auf dem Friedhof Heeßen aufgefunden wurde (wir berichteten), ist keinem Verbrechen zum Opfer gefallen. Damit haben sich erste Fingerzeige der Staatsanwaltschaft vom Freitag bestätigt.

veröffentlicht am 05.02.2008 um 00:00 Uhr

Thomas Pfleiderer

Wie Bückeburgs Leitender Oberstaatsanwalt Thomas Pfleiderer gestern gegenüber der Landes-Zeitung mitteilte, war der Mann schwer alkoholisiert, als er auf dem Friedhof - offenbar - stürzte und in Folge des Alkoholmissbrauchs an Unterkühlung starb. Da mithin kein Fremdverschulden vorliegt, wird die Bückeburger Staatsanwaltschaft die Akte demnächst schließen. Bei dem Toten soll es sich nach Auskunft Pfleiderers um einen etwa 65-jährigen Einwohner aus Buchholz handeln, der in der Samtgemeinde bereits des öfteren betrunken aufgefunden worden sein soll. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag indes wurden ihm die Temperaturen, die in den Nachtstunden nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen, zum Verhängnis. Der Alkohol verstärkte und beschleunigte die Unterkühlung noch, da sich dabei die Blutgefäße in der Haut erweitern und der Körper umso mehr Wärme an die Umgebung abführt. Der Ablauf des Prozesses ist in fast allen Fällen gleich: Ab einer Körpertemperatur von weniger als 34 Grad Celsius beginnt das Erschöpfungsstadium. Das Bewusstsein trübt immer mehr ein. Sinkt die Temperatur auf weniger als 27 Grad Celsius ab, kommt es zur Bewusstlosigkeit, später zu einem Atem- und Kreislaufstillstand infolge von Herzrhythmusstörungen.



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