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Treff im Feuerwehrhaus: Ideen sammeln

Auetals Jugend bekommt ihre eigene Wohnung

Rehren (la). "Die Wohnung ist einfach super für einen Jugendtreff. Alles ist hell und freundlich, und sogar zwei getrennte Toiletten gibt es hier", freut sich die Auetaler Jugendpflegerin Anne-Marie Matthias und zeigt stolz "ihre" neuen Räume. Die Räume könnten ohne große Renovierungsarbeiten übernommen werden. "Sogar die Wände sind absolut jugendgerecht gestaltet. Da hat sich der ehemalige Mieter richtig künstlerisch eingebracht", schwärmt die Jugendpflegerin.

veröffentlicht am 08.12.2007 um 00:00 Uhr

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass der Jugendtreff in Rehren in der Wohnung im Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses eingerichtet werden soll. 130 Quadratmeter stehen den Kindern und Jugendlichen dort zur Verfügung. Sofort nach dem Beschluss der Politiker hat die Jugendpflegerin mit den Planungen begonnen. "Das größte Zimmer soll ein Spieleraum mit Kicker- und Billardtisch werden", so Anne-Marie Matthias. Außerdem sollen dort Gesellschaftsspiele gespielt werden. Ein Zimmer soll als Medienraum dienen. "Dort wünschen wir uns einen Fernseher, einen DVD-Player und natürlich gemütliche Sofas oder Sitzkissen", sagt die Jugendpflegerin. Das dritte Zimmer sei als Rückzugsraum geplant. Hier möchte Matthias die Möglichkeit zum Lesen anbieten und Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen führen. In dem großen Flur könnten ein großer oder mehrere kleine Tische aufgestellt werden, die als Art Café oder Bistro genutzt werden, denn auch eine Küche steht im Jugendtreff zur Verfügung. "Wenn wir gemeinsam kochen, können wir in dem großen Flur gemütlich zusammen sitzen und essen", freut sich die Jugendpflegerin. Außerdem gibt es noch zwei Abstellräume, ein Bad mit Toilette und eine separate Toilette. "Ich möchte aber auf keinen Fall über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg etwas planen", so Anne-Marie Matthias. Deshalb wird sie in Kürze zu einem Brunch in die neuen Räume einladen und gemeinsam mit dem Auetaler Nachwuchs Ideen und Anregungen für die Einrichtung des Jugendtreffs sammeln.Außerdem soll besprochen werden, wie der Jugendtreff mit Leben erfüllt wird und welche Aktionen erwünscht sind. Der Jugendpflegerin wurde bereits Unterstützung zugesagt. Eine Auetalerin möchte eine Mädchengruppe in den neuen Räumen einrichten. "Natürlich können wir auch eine Jungengruppe anbieten", sagt Anne-Marie Matthias. Außerdem könne sie sich eine Tanzgruppe für HipHop-Tanz, regelmäßige Kochkurse für gesunde Ernährung und natürlich Bastel- und Spielangebote vorstellen. Aktionen wie kleine Konzerte oder eine "Girls Night" könnten in den neuen Räumen stattfinden. An wie vielen Tagen der Jugendtreff geöffnet haben wird, steht noch nicht fest. "Jetzt geht es erstmal an die Einrichtung", so Anne-Marie Matthias. Ein Budget dafür hat die Jugendpflegerin bei der Gemeinde beantragt. Allerdings hofft sie auch auf die Unterstützung von Sponsoren und Spendern - zum Beispiel für einen Fernseher oder DVD-Player oder ein altes Sofa. "Es wäre klasse, wenn wir Unterstützung von den Auetalern bekommen würden!" Mit dem Ortskommando der Feuerwehr Rehren will Matthias in Kürze ein Gespräch führen. "Ich will mich als ,neue Nachbarin' vorstellen", sagte sie. In dem Nebeneinander von Kindern und Jugendlichen und der Feuerwehr sieht sie kein Problem. Es müssten Regeln aufgestellt werden, die die Jugendlichen auch einhalten müssten. "Zum Beispiel dürfen keine Fahrräder vor der Fahrzeughalle abgestellt werden. Aber das lässt sich alles klären", ist Anne-Marie Matthias zuversichtlich.



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