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Antrag der SPD-Fraktion auf Reparatur vom Rat abgelehnt / Landkreis zuständig? / Eigentümer soll ermittelt werden

Auebrücke an der Schlingmühle bleibt weiter gesperrt

Buchholz (sig). Die Fraktion der Sozialdemokraten hat sich der Brücke angenommen, die sich unweit der Schlingmühle über die Aue spannt. Sie will wissen, ob sie wieder so hergerichtet werden kann, dass Fußgänger sie gefahrlos benutzen können. Die aus alten Steinquadern bestehende Brücke besitzt offensichtlich schon längere Zeit kein Geländer mehr und istgrößtenteils überwuchert.

veröffentlicht am 22.06.2007 um 00:00 Uhr

Die Auebrücke östlich der Schlingmühle ist überwuchert und wirkt

SPD-Fraktionssprecher Klaus Kappmeier schnitt dieses Thema in der jüngsten Sitzung des Buchholzer Gemeinderates an und wies darauf hin, dass nunmehr alle Brücken im Einzugsbereich der Gemeinde mit Ausnahme dieser bei der Schlingmühle saniert worden seien. "Deshalb möchten wir auch sie mit einfachen Mitteln erhalten", begründete Kappmeier das Vorhaben der SPD. In ihrem schriftlichen Antrag bezeichnet die Ratsopposition die Brücke als eine wichtige Querungshilfe für die Einwohner des Ortes, die zumindest für die Nutzung der Fußgänger erhalten bleiben sollte. Dazu müssten die Frostrisse im Baukörper saniert werden. Außerdem seien beiderseits Geländer oder auch Steinbarrieren erforderlich. Und schließlich müsseder Pflanzenwuchs beseitigt werden, der sich dort ausgebreitet hat. Danach könne die Brücke wieder für Fußgänger freigegeben werden. Bürgermeister Hartmut Krause reagierte mit dem Hinweis darauf, dass er sich zusammen mit dem Architekten Helmut Göbel das vom Landkreis schon seit 25 Jahren für jeglichen Verkehr gesperrte Bauwerk angesehen habe. Der habe festgestellt, dass die Brücke nicht mit einfachen Mitteln wieder verkehrssicher gemacht werden könne, zumal auch die Auflagenfundamente erneuert werden müssten. Die Sprecherin der Gruppe WIB/CDU, Gudrun Spiller, wies darauf hin, dass diese Brücke ursprünglich dem Zweck diente, eine Verbindung zwischen den auf beiden Seiten befindlichen landwirtschaftlichen Flächen zu ermöglichen. Es müssten erst die Besitzverhältnisse geklärt werden. Sie sieht ohnehin keine Notwendigkeit, dass die Gemeinde hier investiert. Schließlich wurde der Antrag der SPD-Fraktion von der Ratsmehrheit abgelehnt. In jedem Fall sollen aber die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Wenn der Landkreis derBesitzer ist, was auch der Bürgermeister vermutet, ist er für die Verkehrssicherung zuständig, und das Gesetz des Handelns liegt in diesem Fall ohnehin nicht bei der Gemeinde. Möglicherweise entscheidet sich der Landkreis dann dafür, die Brücke abzureißen, um Investitionen einzusparen.

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