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Für viele Firmen noch gute Tradition / Weihnachtsgeld wird überwiegend gezahlt

Auch Rintelns Gastronomen freuen sichüber jede Weihnachtsfeier

Rinteln (ur). So günstig einige Konjunkturdaten in den letzten Monaten auch aussehen - die bevorstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer und andere Veränderungen dämpfen allzu optimistische Erwartungen und das findet nach wie vor seinen Ausdruck im Investitionsverhalten der Unternehmen.

veröffentlicht am 25.11.2006 um 00:00 Uhr

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Da sind immerhin noch die Erwartungen im Einzelhandel und in der konsumorientierten Industrie auf ein gutes Weihnachtsgeschäft - und das hängt gerade auf den regionalen Märkten auch mit der Frage zusammen: "Wie halten es die Betriebe mit dem Weihnachtsgeld?" Bei Wesergold als Rintelns größtem Arbeitgeber ist die Sache angenehm eindeutig: Dort wird das tariflich vereinbarte 13. Monatsgehalt ausgezahlt und damit steht dem Weihnachtsmann ein recht beträchtliches Investitionsvolumen zur Verfügung. Auch bei Stüken wird nicht auf Verzicht gesetzt: Allerdings ist hier die exakte Höhe des Weihnachtsgeldes von sehr unterschiedlichen individuelleren Voraussetzungen abhängig. Beiden Großbetrieben gemeinsam ist allerdings, dass sie auch in diesem Jahr wieder große Weihnachtsfeiern für die Kinder ihrer Mitarbeiter durchführen, bei denen alle Jungen und Mädchen auch noch mit einem Geschenk bedacht werden. Bei Wesergold sorgt wieder das Puppentheater "Lila Bühne" für Unterhaltung und bei Stüken will die Landesbühne das junge Publikum mit "Arielle die Meerjungfrau" verzaubern. Die Stadtverwaltung verzichtet schon seit Jahren auf eine Weihnachtsfeier - und auch beim Weihnachtsgeld gehen die Beamten durchweg leer aus. Im unteren und mittleren Dienst gibt es zwar weiterhin eine Sonderzahlung, doch ist diese so gestaffelt, dass sie Jahr für Jahr um einen bestimmten Prozentsatz reduziert wird, bis auf Widerruf. Ähnliches gilt nach Auskunft von Geschäftsführer Jürgen Peterson auch bei den Stadtwerken mit ihren vier Teilbetrieben, wo es traditionsgemäß keine klassische Weihnachtsfeier, wohl aber eine jahreszeitlich ausgestaltete Betriebsversammlung mit Ehrungen, Berichten sowie Imbiss und Getränken gibt - während man im Rathaus auf der Ebene der einzelnen Ämter gern feiert, die Kosten dafür aber aus privaten Umlagen bestreitet. Nachfragen in Klein- und Mittelbetrieben ergaben sehr unterschiedliche Tendenzen: Wo tarifliche Sonderzahlungen vereinbart sind, werden diese in der Regel eingehalten - freiwillige Leistungen gibt es zwar bei den meisten schon, doch mochte dazu kaum jemand mit konkreten Zahlen rüberkommen, sodass hier keine Tendenz repräsentativ festgestellt werden kann. Recht zufrieden zeigt man sich in der Rintelner Gastronomie, was die Ausrichtung von weihnachtlichen Tafelrunden und Festlichkeiten betrifft: "Obwohl wir neu am Markt sind, haben sich bei uns schon etliche Gruppen angemeldet", freut sich Anna Kunze vom neuen Bistro "Cho's" am Kirchplatz, nimmt aber gern noch weitere Termine an. Keine Veränderungen zu den Vorjahren registriert man im Hotel "Stadt Kassel", wo traditionsgemäß viele dort angesiedelte Kegelclubs, Vereine und Verbände ihre Feier planen, aber auch einige Firmen oder Abteilungen zu einem festlichen Schmaus zusammenkommen. Und für "Wald"- und "Stadtkater" weiß Iris Bornemann schon von recht erfreulichen Terminbelegungen zu berichten: Naturgemäß finden größere Festlichkeiten eher im "Waldkater" statt, während sich kleinere Clubs und Abteilungen auch ganz gern im "Stadtkater" treffen. Eine hier seit drei oder vier Jahren festgestellte Tendenz: "Gegessen wird à la carte nach Vorbestellung. Dann muss niemand die Verantwortung übernehmen, die Wünsche der Kollegen nicht angemessen berücksichtigt zu haben!" In der "Bodega" sind esüberwiegend mittelständische Firmen und Sportvereine, die in der Regel in Gruppen von 20 bis 30 Leuten zu ihrer Weihnachtsfeier kommen, die dann meist im Obergeschoss steigen: "Die Nachfrage ist erfreulich stark, aber natürlich werden Preisgespräche intensiver geführt als früher." Bevorzugt wird in dem mexikanisch orientierten Bistro am Marktplatz nach gemischten Platten mit Fingerfood und diversen Spezialitäten und Salaten verlangt: "Das ist auch von der Abwicklung her für alle Seiten besser!" Wer sich erst jetzt noch zu einer Weihnachtsfeier entschließt und zum gewünschten Termin keinen Gastgeber mehr findet, hat immerhin noch die Chance, einen gemeinsamen Bummel über den Rintelner "Adventszauber" zu machen, wo man ganz ohne Vorbestellung gut drei Wochen lang Tag für Tag feiern kann - Live-Musik und sonstige Darbietungen inklusive.

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