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Trotz schlechten Wetters feiern über 350 Gäste das 75-jährige Jubiläum der Feuerwehr Haverbeck

Auch Platzregen kann sie nicht erschüttern

Haverbeck (hx). „Wenn wir feiern, dann aber richtig“, beschrieb der Leiter des Organisationskommitees, Alfred Hupe, den Ablauf des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Haverbeck. „Hier ist drei Tage lang so richtig was los.“ Die zahlreichen Besucher im Festzelt sollten ihm am Ende recht geben.

veröffentlicht am 16.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:21 Uhr

Denn bereits bei der Zeltdisko wurde deutlich, dass im 850-Seelen-Ort Haverbeck eine tolle Gemeinschaft von Alt und Jung sowie Feuerwehr und Einwohnern besteht. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gemeinsam gefeiert. Dennoch ließ sich kaum jemand davon abhalten, bereits einige Stunden später wieder mit den Vereinen, Feuerwehren und Interessengruppen aus der Nachbarschaft der Haverbecker Feuerwehr im Festzelt seine Aufwartung zu machen.

Rund um das Festzelt war mit einem nostalgischen Karussell, einer Schießbude und Ständen mit Liebesherzen und anderen Leckereien viel Abwechslung vorhanden. Lediglich die Hüpfburg stand nass und einsam am Rande des Geschehens. Die Vorfreude auf den Festumzug durch den liebevoll geschmückten Ort war trotzdem ungebrochen.

Konzert kurzerhand ins Festzelt verlegt

Eingestimmt von vier Musikzügen der Feuerwehr begann sich der Zug zu formieren, als plötzlich ein Platzregen alle Gedanken an einen Umzug im Nass versinken ließ. Doch Alfred Hupe und Ortsbrandmeister Helmut Mahlau waren sich sofort einig, dass nun einfach im Zelt weitergefeiert werde. Gesagt, getan: Und los ging es mit einem zünftigen Platzkonzert im Zelt für die mehr als 350 Gäste.

Helmut Mahlau probiert den neuen Proviantanhänger für das „Flucht- und Einsatzfahrzeug des Ortsbrandmeisters“ gleich selber aus. Fotos: hx

„Spaß kann so einfach sein“, beschrieb Jugendfeuerwehrwart Tobias Sander die Aktivitäten für Kinder im Zelt. „Die Kinder mussten um die Wette Erbsen mit Strohhalmen ansaugen und an anderer Stelle ablegen und hatten mindestens ebenso viel Spass wie bei einem Computerspiel“, so Tobias Sander.

Beim Kommers ging der Jugendfeuerwehrwart noch einmal auf die bereits 20 Jahre bestehende Jugendarbeit in Haverbeck ein und freute sich besonders über die gemeinsam mit den Halvestorfer Brandschützern ins Leben gerufene Kinderfeuerwehr, die auch langfristig den Nachwuchs sicherstelle. „Und wenn auch nur die Hälfte der Kinder, die heute beim Kindernachmittag waren, Interesse für die Jugendfeuerwehr haben, dann sehe ich sehr optimistisch in die Zukunft“, sagte Sander.

Optimistisch war beim Kommers auch Ortsbrandmeister Helmut Mahlau, der einen historischen Abriss über die bereits vor der offiziellen Gründung im Jahr 1934 im Brandschutz tätigen Freiwilligen Feuerwehr gab. Von der Spritzengemeinschaft mit Lachem bis hin zu gemeinsamen Übungen mit Halvestorf, immer wieder sei deutlich geworden, dass die insgesamt 172 Mitglieder der Haverbecker Wehr darunter 42 Aktive, mit viel Sinn für Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe agierten.

Von der Partnerwehr aus Zeckerin bekam die Ortswehr zum bereits übergebenen Flucht- und Einsatzmoped des Ortsbrandmeisters den passenden Anhänger mit Proviant dazu.

Bürgermeisterin Loth griff den Aspekt der gegenseitigen Hilfe auf und war froh, dass auch heute noch viele Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Engagement in der Feuerwehr auch bei plötzlichen Einsätzen ermöglichen. Ortsbürgermeister Sander war beruhigt über die stete Einsatzbereitschaft und hob besonders hervor, dass die Jugendfeuerwehr erheblich zur Erziehung der Kinder um Engagement im Gemeinwesen beitrage. Um die Identifikation mit der Feuerwehr vor Ort zu stärken, überreichte er als Präsent des Ortsrates das Ortswappen als Medaillon zum Anknöpfen an die Feuerwehruniform.

Und als der Dank für das gelungene Fest an Alfred Hupe erging, gab es stehende Ovationen und eine „La Ola“-Welle für ihn. Gerührt war Hupe von der spontanen Reaktion des Publikums: „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine Welle bekomme“, freute sich der Organisator des Haverbecker Feuerwehrfestes.



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