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Manche gehen gleich zweimal zur Urne: Rintelner Wahlnachfrage geht in die Hochrechnungen ein / Große Resonanz

Auch nach Partei, Alter und Geschlecht wird gefragt

Rinteln (ur). Ob im Wahllokal in der Kulisse oder bei Stüken - viele Rintelner Wähler wurden am gestrigen Wahlsonntag gleich zweimal zur Urne gebeten.

veröffentlicht am 28.01.2008 um 00:00 Uhr

"Infratest"- Mitarbeiterin Jessica Reese (r.) verteilt die Frage

Die Stadt Rinteln war diesmal von den Demoskopen von ARD und ZDF für eine Erhebung unmittelbar nach der eigentlichen Wahl ausgewählt worden, deren Ergebnisse in die ersten Schätzungen und Hochrechnungen eingingen. Auf dem Fragebogen der Forschungsgruppe "Wahlen für das ZDF" wurde bei dieser "Wahlnachfrage" nicht nur ermittelt, was die Befragten gerade bei der Erststimme oder Zweitstimme angekreuzt hatten, sondern auch, welcher Partei sie bei den Landtagswahlen des Jahres 2003 ihre Stimme gegeben hatten. Anzugeben waren auch Alter und Geschlecht, was ja normalerweise nicht auf den Stimmzetteln festgehalten wird. "Werden diese freiwilligen Angaben in der Regel so korrekt gemacht, dass sie auch mit dem tatsächlichen Ergebnis übereinstimmen?", wollten wir von Guido Kasten und Beatrice Rankin wissen, die im Auftrag des Instituts für Wahlanalysen und Gesellschaftsbeobachtung die Wahlnachfrage in der Kulisse durchführten. Die Antwort: "Erfahrungsgemäß weichen die tatsächlichen Ergebnisse nur in ganz geringem Maße von dieser Erhebung ab." In Rinteln habe man eine besonders hohe Bereitschaft zum Mitwirken an dieser freiwilligen Nachfrage festgestellt: "Vermutlich, weil das hier über die Schaumburger Zeitung schon rechtzeitig angekündigt worden war!" Damit die Daten zur raschen Auswertung für die Prognosen und Hochrechnungen frühzeitig genutzt werden können, werden die eingegangenen Resultate aus diesen "Umfrage-Urnen" nicht erst um 18 Uhr ausgezählt, sondern die Ergebnisse über den Tag verteilt in vier Lieferungen an die Forschungsgruppe Wahlen weitergeleitet. Ähnlich verfahren auch die Mitarbeiter von "Infratest", die etwa im Wahllokal bei Stüken für die ARD in Einsatz waren. Eine mögliche Fehlerquelle nannte immerhin ein älterer Rintelner mit seiner Frau beim Verlassen der Kulisse, als er einräumte: "Bei der Frage danach, was ich beim letzten Mal gewählt habe, da ist mir wohl ein Fehler passiert - da habe ich die Bundestagswahl mit der Landtagswahl verwechselt!"



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