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Pilzsporen fliegen durch die Luft / Workshop des Naturschutzbundes

Auch nach der Blüte schneiden

Obernkirchen (sig). Das sage niemand: Die Frauen kümmern sich im Garten lediglich um Blumenbeete und Rabatten, früher natürlich auch um den Anbau von eigenem Gemüse. Da hat sich im Laufe der Jahre vieles geändert. Inzwischen mähen sie auch Rasenflächen und pflegen Büsche sowie Sträucher. Genau deshalb folgten der Einladung des örtlichen Naturschutzbundes zum Strauchschnitt genauso viele Frauen wie Männer.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:30 Uhr

Der Lindhorster Dieter Scholz ist ein im Schaumburger Land anerk

Insgesamt 25 Teilnehmer dieses "Workshops im Grünen" kamen in den geräumigen Garten von Erna Nußpicker, der früheren Chefin des DRK-Sozialdienstes, am Gelldorfer Weg. Dort zeigte Dieter Scholz aus Lindhorst den Gästen, wie man einen fachgerechten Sommerschnitt im Anschluss an die Zeit der Reife und Ernte vornimmt. Wer diese Aufgabe vernachlässigt, hat erstens weniger Freude an seinen blühenden Sträuchern und zweitens schlechtere Ernten im kommenden Jahr. "Was ausgeblüht hat, muss entfernt werden; nicht selten gibt es danach sogar noch eine zweite Blütephase", versicherte Dieter Scholz. Er zeigte den Teilnehmern, wo die wilden Triebe sitzen, die den Saftstrom schmälern. Und er machte ihnen auch deutlich, dass man rigoros das dunkle alte Holz entfernen müsse, das seine Funktion erfüllt hat. Nach dem Ausdünnen dürften sich die Stachelbeeren, die Johannisbeeren und auch die Kreuzung aus beiden, Josta-Beeren genannt, im nächsten Jahr mit üppigeren Fruchtständen für die richtige Pflege bedanken. Auch bei den Kletterrosen empfahl der Lindhorster, nicht erst zu warten, bis alles verblüht ist. Werbeim Entfernen auf dem Laufenden ist, dosiert seine Gartenarbeit und ist auf dem richtigen Weg. "Wie muss ich meine Rosen behandeln, die in diesem Jahr viel Pilzbefall haben?", wurde der Gartenexperte mehrfach gefragt. Dieter Scholz machte deutlich, dass eine einmalige "Spritzkur" dafür in der Blütezeit keineswegs ausreicht. Alle zwei Wochen muss diese Krankheit bekämpft werden, die sich durch gelb-schwarze Blätter erkennen lässt und die sich schnell im gesamten Rosenbestand des eigenen Gartens verbreitet. Die Pilzsporen fliegen besonders bei trockenem Wetter schnell und in großer Zahl durch die Luft.

Edith Warnke mit zwei Pflanzlingen: Eine Kreuzung zwischen Johan
  • Edith Warnke mit zwei Pflanzlingen: Eine Kreuzung zwischen Johannisbeere und Stachelbeere.
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