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Kinder am Wasser immer beaufsichtigen und beim Wachdienst registrieren lassen

Auch mit Kindern sicher ans Wasser

Rinteln (blc). Die Ferienzeit rückt langsam näher und damit auch die Urlaubszeit. Familien mit Kindern fahren häufig an die See oder auch einen Binnensee. Damit die Urlaubszeit eine glückliche Zeit bleibt und nicht mit bösen Überraschungen aufwartet, hier einige Tipps für sicheres Verhalten mit Kindern am und im Wasser:

veröffentlicht am 14.06.2011 um 00:00 Uhr

Flaggen beachten: Eine rotgelbe Flagge zeigt ein Badegebiet an, das von DLRG-Rettungsschwimmern gesichert ist. Diesen Wachdienst gibt es an Nord- und Ostsee, aber auch an Binnenseen. Ist eine gelbe Flagge gehisst, so gilt Badeverbot für Ungeübte. Weht eine rote Flagge, ist striktes Badeverbot für alle angesagt.

Zunächst am Infostand informieren: An jedem gesicherten Badestrand gibt es einen Informationsstand. Hier sollten sich Eltern mit ihren Kindern zu Beginn des Badebesuches erst einmal über Gefahrenstellen im Wasser, Strömungen und mehr informieren. Die erfahrenen Helfer geben genau Auskunft. „Den Informationen und Anweisungen der Rettungsschwimmer sollte dann vor allem auch Folge geleistet werden“, sagt Petra Geller von der DLRG Rinteln, unter anderem Teamerin für Kindergartenberatung, dazu. „Damit werden von vornherein viele Gefahrenquellen ausgeschaltet.“

Nach Suchbändern fragen: An Nord- und Ostsee gibt es am Infostand Suchbänder. Mit diesem Band meldet man sich bei dem Wachdienst und lässt sich registrieren. Die kostenlosen dehnbaren Armbändchen aus Silikon werden am Handgelenk getragen. Auf der Innenseite des Bändchens ist eine Nummer eingelasert, die Wachmannschaft vermerkt sich zu dieser Nummer Mobiltelefon- oder andere Kontaktinformationen der Eltern. Verliert ein Kind Mama oder Papa aus den Augen, braucht es sich nur an den nächsten Rettungsschwimmer zu wenden, der mittels der Nummer im Armband dann schnell und einfach den Kontakt zu den Eltern herstellen kann. Durch die schnellere Auffindbarkeit der Eltern werden die Rettungsschwimmer von zeitaufwendigen Suchaktionen entlastet, gleichzeitig vermindert sich durch die für die Kinder leicht zu findende Anlaufstelle auch die Zahl der Fehlalarmierungen durch Eltern, die ihre Sprösslinge aus den Augen verloren haben.

Verhaltensregeln festlegen: vor dem Strandbesuch, soweit altersgemäß möglich, Verhaltensregeln festlegen.

Kinder immer beaufsichtigen: „Eltern sollten ihre Kinder in der Nähe von Wasser nie aus den Augen lassen“, warnt Petra Geller. Sie weiß aus Erfahrung, dass Kinder im Spiel nicht immer an einem Fleck bleiben und Wasser eine magische Anziehungskraft ausübt.

Kinder nie allein ins Wasser lassen: Kinder dürfen nie allein ins Wasser gehen. Schwimmreifen, Gummitiere und Luftmatratze sind kein Ersatz für Aufsicht und bieten keinerlei Sicherheit. Auch Schwimmflügelchen können Ertrinken nicht verhindern. „Sie könnten es höchstens etwas verzögern“, meint Petra Geller dazu, „und sie können möglicherweise helfen, das Kind schneller zu finden.“ Aufsicht ist auch hier unbedingt erforderlich.

Eincremen: Mehrmals am Tag und nach jedem Bad mit gutem Sonnenschutzmittel eincremen. Zu viel Sonne oder Sonnenbrand schwächt den Kreislauf und kann zu Übelkeit und Schwindel führen – eine weitere Gefahr, wenn man sich im Wasser aufhält.

Einige Baderegeln:

Nichtschwimmer dürfen nur bis Brusttiefe ins Wasser gehen. Niemals mit vollem oder leerem Magen ins Wasser gehen. Das Wasser verlassen, wenn man anfängt, zu frieren. Abkühlen, bevor man ins Wasser geht – auch die Kinder vorher abkühlen! Nicht baden, wo Boote und Schiffe fahren. Nicht in unbekannte Gewässer springen.

So früh wie möglich schwimmen lernen lassen: Ab etwa vier bis fünf Jahren sollte ein Kind schwimmen lernen. Die DLRG bietet während der Sommersaison im Freibad Schwimmkurse an, im Winter gibt es im Hallenbad Angebote für Schwimm- und Wassergewöhnungskurse. „Schwimmen lernen bietet die bestmögliche Sicherheit für ein Kind“, so Petra Geller. Unter www.dlrg.de gibt es weitere Tipps für Wassersicherheit. „Hier kann man auch das Lied mit den Baderegeln anhören“, so Geller. „Damit auch schon die Kleinen möglichst schnell mit den Grundregeln vertraut gemacht werden.“



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