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Auch Meerschweinchen können sich verlieben

Also, das ist ja was: Sogar Meerschweinchen können sich verlieben! Das haben vor kurzem Forscher von der Universität Wien herausgefunden. Aber die Sache mit der Liebe ist gar nicht so unkompliziert: Wenn Meerschweinchen nämlich verliebt sind, können sie schlechter lernen und sich weniger gut erinnern als einzeln gehaltene Tiere.

veröffentlicht am 03.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 14.02.2011 um 09:50 Uhr

Leben Meerschweinchen zusammen, können sie schlechter lernen. Das haben Forscher aus Wien herausgefunden.  Foto: dpa

Also, das ist ja was: Sogar Meerschweinchen können sich verlieben! Das haben vor kurzem Forscher von der Universität Wien herausgefunden. Aber die Sache mit der Liebe ist gar nicht so unkompliziert: Wenn Meerschweinchen nämlich verliebt sind, können sie schlechter lernen und sich weniger gut erinnern als einzeln gehaltene Tiere. Das haben zumindest die Wiener Verhaltensbiologen in einer Studie nachgewiesen. Verliebtheit führe bei den Tieren – genauso wie beim Menschen übrigens – zu tief- greifenden Veränderungen im Organismus: Als Paare gehaltene Meerschweinchen weisen eine höhere Menge des „Liebes- und Glückshormons“ Oxytocin auf als Nagetiere, die alleine leben. In der Studie wurde nun untersucht, ob sich dieses Glückshormon auch auf die Lern- und Erinnerungsleistung auswirkt. Dazu wurden Meerschweinchen durch ein Labyrinth geschickt. Damit sie das auch freiwillig tun, gab es als Belohnung einen Leckerbissen. Die Forscher untersuchten mehrere Tage lang den Lernzuwachs. Und dabei kam heraus: Die einzeln gehaltenen Tiere konnten ihre Leistung deutlich steigern. Die Zahl der Fehler sowie die Zeit, um zum Köder zu kommen, verringerten sich. Die in Paaren lebenden Tiere zeigten aber keine Verbesserung. Als mögliche Ursache nannten die Wissenschaftler die unterschiedliche Stressbelastung, die von der die Verliebtheit stammt. Der Stress war bei einzeln gehaltenen Meerschweinchen viel geringer. Der Ort im Gehirn, an dem Informationen zusammenlaufen, heißt Hippocampus, und der war weniger belastet.



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