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Miriam Witte leitet vierwöchiges "Mädchenprojekt" / Fotografieren, sägen und Fußball spielen

"Auch Mädchen sollen in die Kulisse kommen"

Rinteln (clb). Um auch Mädchen zu zeigen, dass die Rintelner "Kulisse" jederzeit für sie - und nicht nur für Jungen - geöffnet ist, hat die 20-jährige Miriam Witte im Rahmen ihres Praktikums das so genannte "Mädchenprojekt" ins Leben gerufen.

veröffentlicht am 01.02.2008 um 00:00 Uhr

Um ihnen die "Kulisse" schmackhaft zu machen, hat die 20-jährige

Montags, mittwochs und freitags hat das Jugendzentrum in der Ostertorstraße offene Tür - dieses Angebot wird jedoch hauptsächlich von männlichen Jugendlichen im Alter von 11 bis 20 Jahren genutzt, die sich dort zum Kicker- oder Billardspielen verabreden. "Durch dieses Projekt möchte ich die Mädchen ermutigen, ruhig auch mal an diesen Tagen zu kommen", sagt die 20-Jährige, die im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin ist. Womit sie durchaus Erfolg hat - neun Mädchen im Alter von 8 bis 14 Jahren haben sich am Dienstagnachmittag in der Kulisse zusammengefunden, um auch mal "Jungenspiele" auszuprobieren. Begonnen wurde mit einem "Nintendo Wii"-Spiel, beim dem auf eine Leinwand eine virtuelle Bowlingbahn projiziert wurde, bei der die Kinder anhand eines Controllers, eine Art Fernbedienung mit eingebauten Bewegungssensoren, virtuell die Kugel stoßen konnten. "Erst hatten alle nicht so recht Lust, aber nach und nach hat es den Mädchen immer mehr Spaß gemacht", erzählt Miriam Witte, während ihr die kleinen Teilnehmer einheitlich zustimmen. Noch vier Mal dienstags, jeweils zwischen 15 und 17 Uhr, trifft sich die Gruppe im Jugendzentrum. Nächste Woche werden mit einer Schwarz-Weiß-Kamera Fotos in der Stadt gemacht, um sie dann die Woche darauf gemeinsam im Labor zu entwickeln. Anschließend wird gesägt und gehämmert: Boxen aus Holz sollen gefertigt werden. Zum Abschluss spielen dann alle im Rigoal-Center Fußball. Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, will das Team der "Kulisse" über eine Weiterführung nachdenken.



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