weather-image
25°
Stadtwerke Rinteln und Schaumburg-Lippe heben Preise zum Herbst an

Auch in Schaumburg wird Gas teurer - "aber kein Anstieg von 40 Prozent"

Landkreis (clb/TT). Auf einen drastischen Anstieg der Gaspreise müssen sich auch Schaumburgs Verbraucher einstellen - sowohl die Stadtwerke Rinteln, als auch die Stadtwerke Schaumburg- Lippe wollen die Preise noch in diesem Jahr anheben. Jedoch, das haben gestern beide Geschäftsführer telefonisch bestätigt, nicht in der einer Größenordnung von 40 Prozent, von der das Bundesumweltministerium ausgeht.

veröffentlicht am 10.06.2008 um 00:00 Uhr

Jürgen Peterson

Nachdem am Freitag in New York nicht nur der höchste Ölpreis aller Zeiten, sondern auch der schnellste Preisanstieg innerhalb eines Tages verzeichnet worden ist, rechnet das deutsche Umweltministerium auch mit einer sich abzeichnenden Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent (wir berichteten). Grund dafür sei die marktübliche Koppelung an den Ölpreis - jedoch mit einigen Monaten Verzögerung. "Wir gehen davon aus, dass auch bei uns in den nächsten Monaten die Gaspreise steigen werden", erklärte Jürgen Peterson als Geschäftsführer der Rintelner Stadtwerke gestern auf Anfrage. Jedoch halte er eine Erhöhung von 40 Prozent für die Rintelner Gaskunden für übertrieben - "genauer gesagt für ausgeschlossen". Auf eine genaue Prozentzahl wollte sich Peterson nicht festlegen, aber "dass es im Herbst zu einem Preisanstieg kommt, das steht fest", konnte er definitiv mitteilen. Auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe wollen spätestens bis zum Herbst dieses Jahres die Preise für Gas erhöhen, wie der kommissarische Geschäftsführer Dirk Rabeneck ebenfalls gestern auf Anfrage mitteilte. Zuletzt hatten die Stadtwerke Schaumburg-Lippe im April die Preise um 0,35 Cent pro Kilowattstunde, sprich sieben Prozent, angehoben. Da eine Erhöhung quartalsweise vorgenommen werde, der 1. Juli als Termin jedoch aus zeitlichen Gründen ausgeschlossen werden könne, sei mit einem Preisanstieg erst im Herbst zu rechnen, erklärte Rabeneck. Jedoch hält auch er eine 40-prozentige Erhöhung für zu hoch gegriffen, geht aber dennoch von einem zweistelligen Bereich aus. Seine Begründung: "Die Preise steigen extrem, der Druck ist enorm - das kann man nicht so einfach abfedern." Die endgültige Entscheidung liege aber beim Aufsichtsrat, der am 19. Juni zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt. Ob dann bereits entschieden wird, kann Rabeneck momentan noch nicht sagen. Selbst wenn man den Gas- vomÖlpreis abkoppeln würde, vermutet der kommissarische Geschäftsführer, werde sich an dem Preisniveau nichts ändern. Im Gegenteil: Eher werde die Preisbildung noch komplexer, spekuliert er. Auch e.on Westfalen Weser prüft, welche Auswirkungen die weltweite Entwicklung der Energiepreise auf die eigenen Gaspreise hat. Unternehmenssprecher Michael Wippermann: "Eine Entscheidung über Höhe und Zeitpunkt einer möglichen Anpassung ist bisher nicht getroffen worden."

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare