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Pastoren wechseln an den Feiertagen zwischen Kanzel, Küche und Büro

Auch im Pfarrhaus brutzelt eine Weihnachtsgans in der Bratröhre

Rinteln (ur). Eines haben Pastorinnen und Pastoren beispielsweise mit der Feuerwehr gemeinsam: Heiligabend ist für sie "Hochsaison" - zwar kein Arbeitstag wie jeder andere, aber doch mit etlichen beruflichen Aufgaben verbunden.

veröffentlicht am 24.12.2008 um 00:00 Uhr

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Ob dabei das Familienleben gerade zu Weihnachten nicht zu kurz kommt, haben wir bei einigen Geistlichen aus Rintelner Kirchengemeinden erfragt - naturgemäß haben wir dabei in dieser vorbereitungsintensiven Zeit nicht alle erwischen können. Gleich dreimal steigt Pastorin Astrid Bunselmeyer von der Nikolai-Gemeinde auf die Kanzel - zweimal am Nachmittag und dann um 23 Uhr. "Das ist ja nicht zum ersten mal so: Meine Tochter und meine Eltern sind zu Gast - und nachdem wir gemeinsam Raclette gegessen haben, weil das kaum vorbereitet werden muss, nehmen wir nach der Bescherung gemeinsam am Spätgottesdienst teil." Wobei sie schon Wert darauf legt, dass diese Veranstaltungen auch in Zukunft ohne Reservierung und Eintrittskarte "nur für Mitglieder" zu besuchen sind. Bei Pastor Helmut Syska in Krankenhagen läuft die ganze Großfamilie mit Kindern, Schwieger- und Enkelkindern auf - und während Vater beziehungsweise Großvater Syska um 15.30 und 17 Uhr noch sein Predigtamt versieht und die Familie lediglich zuhörend vertreten ist, versammelt sich anschließend alles am langen Tisch zu Schweinefilet mit frischen Pilzen, bevor das gesellige Beisammensein mit Klönen und Spielen beginnen kann. Auch in Steinbergen rankt sich das Familienleben im Haus von Pastor Stefan Strottmann an Heiligabend an den Arbeitszeiten des Vaters entlang: "Schließlich führe ich um 16 Uhr Regie beim Krippenspiel, bin um 18 Uhr als Trompeter im Posaunenchor dabei und predige bei der Christmette um 23 Uhr. Dann kommt auch noch die Andacht im Altenheim dazu!" Natürlich erlebt die Familie schon mal einen Gottesdienst gemeinsam - zumal die Kinder selbst schon beim Krippenspiel mitwirken. Damit die Zeit zwischen Hauptgottesdienst und Christmette möglichst intensiv am Familientisch genutzt werden kann, gibt es traditionell Räucherfisch mit Kartoffelsalat: "Da kann ich mich dann an den gedeckten Tisch setzen." Im reformierten Pfarrhaus bei Pastor Heiko Buitkamp herrscht ebenfalls kein Arbeitsmangel: "Wir feiern ja neben dem Nachmittagsgottesdienst auch noch einen Heiligabend-Gottesdienst um 22.30 Uhr, sodass wir Bescherung und Essen in der dazwischen liegenden Zeit durchführen. Wobei wir beim Essen wieder mal auf Gans setzen, die bei niedriger Temperatur auf uns wartet." Und er fügt noch hinzu: "Gegen Mitternacht freuen wir uns dann noch auf ein kleines Beisammensein mit Freunden und Bekannten im Pfarrhaus."



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