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Zirkus Orion aus Heidelberg gastiert am Doktorsee / Familienunternehmen in siebter Generation

Auch im kleinen Zelt ist große Artistik drin

Rinteln (who). "Das Ponyreiten auf gesattelten und zugerittenen Ponys kostet nur einen Euro", erinnert Rosita Frank, als der Applaus nach der Vorstellung verebbt. Und nicht zuletzt wegen dieser Zusatzattraktion kommen vor allem die Kinder gerne in den kleinen Zirkus, der seit einer Woche vor dem Doktorsee-Eingang gastiert.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:06 Uhr

"Schlangenmensch" Madeleine zeigt abenteuerliche Verrenkungen.

Zirkus Orion heißt das Familienunternehmen aus Heidelberg, das sich für diesen Sommer Termine weit nördlich des Weißwurst-Äquators gesteckt hat. "Wir sind insgesamt zehn Leute und Familienunternehmen in siebter Generation", stellt Nino Frank seinen Zirkus vor, während seine Ehefrau Rosita die einzelnen Nummern ankündigt, die hauptsächlich von ihren Töchtern gezeigt werden. Ninja Frank ist dieÄlteste im "Vier-Mädel-Zirkus". "Und sie ist die Frau mit dem stärksten Kinn Europas", schwärmt der stolze Vater. Grund: Die 30-Jährige balanciert unter anderem einen riesigen Fächer von Stühlen auf dem Unterkiefer. Dass sie bald darauf mit einem eigenwilligen kleinen Hund Dressurkunststücke zeigt, gehört zu den Eigenheiten eines Familienzirkus. Auch die anderen drei Schwestern haben Mehrfachrollen: Die 16-jährige Diana ist am Boden der Clown in der kleinen Manege und auf dem Drahtseil die virtuose Balancekünstlerin. Jeannette ist zwölf Jahre alt - gerade noch wirbelndes Disco-Girl, tritt sie kurze Zeit später schon im Frack auf, um als Zauberkünstler Blumensträuße aus dem Ärmel zu ziehen undsich am Schluss selber verschwinden zu lassen. Der unbestrittene Star ist jedoch die zehnjährige Madeleine als selbstbewusstes Küken im Schwesternquartett. Am Vertikalseil ist sie in ihrem Element, wenn sie unter der Zeltkuppel kopfüber waghalsige Artistik zeigt. Ebenso als "Schlangenmensch" in Verrenkungen, die den Normalbürger anschließend zum Orthopäden treiben würden. "Es ist nicht gesagt, dass in größeren Zelten mehr drin steckt als bei uns", erklärt Nino Frank mit spürbarem Stolz auf seine Töchter. Die haben sich inzwischen samt ihrer Mutter wieder einmal verwandelt und bieten Popcorn und Getränke an, bis es wieder heißt: Manege frei für die nächsten großen Attraktionen im kleinen Zelt. Am Freitag, 24. August, und Sonnabend, 25. August, beginnen die Vorstellungen um 18 Uhr sowie am Sonntag, 26. August, um 11 Uhr.

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