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Seelsorger informiert Feuerwehrüber psychosoziale Unterstützung

Auch Helfer benötigen Hilfe

Rehren (la). "Wir sind keine Helden sondern Feuerwehrkameraden, die alles liegen lassen, um professionell zu helfen, wenn es notwendig ist", stellte der stellvertretende Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald, Jürgen Menke, fest. Allerdings würden die Feuerleute bei ihren Einsätzen, vor allem auf der Autobahn, häufig mit schlimmen Erlebnissen konfrontiert. "Ich beobachte oft, dass doch vieles nicht aufgearbeitet wurde," so Menke. Zwar würden Gespräche untereinander geführt, aber oft würde das nicht ausre ichen.

veröffentlicht am 18.09.2008 um 00:00 Uhr

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Daher hatte die Ortsfeuerwehr Pastor Frank Waterstraat, Seelsorger des Landesfeuerwehrverbandes (LFV), zu einem Vortrag eingeladen.Über 30 Feuerwehrmänner aus Rehren, Rannenberg und Escher sowie Mitarbeiter des Rettungsdienstes der DRK waren gekommen. "Normalerweise dauert ein Vortrag zum Thema psychosoziale Unterstützung eine Woche. Wir machen quasi eine Druckbetankung innerhalb von knapp zwei Stunden", so Waterstraat zur Begrüßung. Feuerwehrangehörige seien Menschen und keine feuerfesten Maschinen oder Rettungsroboter. Als Menschen würden sie mit Leid, Tod und Endlichkeit konfrontiert. Dabei machten sie immer wieder die glückliche Erfahrung, wirksam und schnell geholfen und Leben und Sachwerte gerettet zu haben. "Aber sie stehen auch immer wieder - trotz ihrer Ausbildung und ihres persönlichen Einsatzes und ihrer technischen Geräte - hilflos vor der Zerstörung von Hab und Gut und Leben", so Waterstraat. Als besonders belastend würden Einsätze empfunden, bei denen Kinder, Freunde, Familienangehörige oder Kameraden betroffen seien. Manche Einsätze würden die Feuerwehrleute seelisch überfordern. "Dabei sind die Reaktionen von Menschen auf extreme und dramatische Erlebnisse sehr unterschiedlich", so der Seelsorger. Was ein Teil der Einsatzkräfte "wegstecken" und verarbeiten könnte, würde andere an den Rand ihrer Belastbarkeit bringen. An Fallbeispielen erläuterte Waterstraat, wie die psychosoziale Unterstützung in der Vorbereitung, Einsatzbegleitung und Nachbereitung und -betreuung aussehen sollte. "Niemandem soll eingeredet werden, er sei auch dann hilfsbedürftig, wenn er mit schlimmen Eindrücken selbst vernünftig umgehen kann. Aber wer bei sich selbst und anderen bemerkt, dass man mit dem Erlebten nicht klarkommt, findet bei uns qualifizierte Angebote." Infos im Netz: www.fuk.de /psychosoziale-unterstuetzung

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