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Wochenarbeitszeit sinkt auf teils bis zu 21 Stunden / 1200 Mitarbeiter vor allem in Blomberg betroffen

Auch die Phoenix-Chefs reduzieren ihr Gehalt

Bad Pyrmont (uk). Der Elektronik-Hersteller Phoenix Contact plant für 1200 seiner insgesamt 3760 Mitarbeiter an den Standorten Blomberg und Bad Pyrmont Kurzarbeit. Die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 21 bis 28 Stunden soll am 1. März beginnen und bis Ende September andauern. Das hat auf Anfrage die Unternehmenssprecherin Angela Josephs gestern mitgeteilt. Zuvor waren in zwei Betriebsversammlungen die Belegschaften informiert worden.

veröffentlicht am 17.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Phoenix

Die Kurzarbeit in den Produktionsbereichen – der weitaus größte Teil entfällt auf Blomberg – ist Bestandteil einer Sparvereinbarung mit dem Betriebsrat, die greifen soll, sobald der Bundesrat am Freitag das Konjunkturpaket II der Bundesregierung ratifiziert hat. Das Paket regelt auch die Kurzarbeit neu. „Im Ergebnis wird das bedeuten, dass die von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter einen Tag die Woche weniger arbeiten und im Durchschnitt 6,6 Prozent weniger Gehalt bekommen“, so Josephs. Aus Solidarität hätten sich alle fünf Geschäftsführer und alle ’Geschäftsbereichsleiter bereit erklärt, ebenfalls auf 6,6 Prozent ihres Gehaltes zu verzichten. „In den Betriebsversammlungen ist das mit Beifall aufgenommen worden“, so die Unternehmenssprecherin.

Mit drei großen Maßnahmenkomplexen will das weltweit agierende Unternehmen auf den drastischen Auftragsrückgang, besonders beeinflusst durch die Probleme der Maschinenbaubranche, reagieren. Zum einen werden anstehende Investitionen auf Eis gelegt, zum andern sollen Kosten für Reisen und Messen reduziert werden. „Bei einem Auslandsanteil von 67 Prozent und weltweit 46 Tochtergesellschaften machen diese Kosten schon eine beachtliche Größenordnung aus.“

Nicht sparen will man an der Zukunft. „Die Geschäftsführung hat heute mitgeteilt, dass sämtliche Auszubildenden des laufenden Ausbildungsjahres, übernommen werden“, hieß es. „Wir brauche sie für die Zukunft“, so die Sprecherin. Außerdem sollen ihren Worten nach Vertrieb, Entwicklung und Marketing gestärkt werden, um Marktanteil zu halten oder zurückzugewinnen. „Volle Kraft voraus“, laute hier das Motto.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bekommen allerdings die Leiharbeiter zu spüren, die noch an beiden Standorten beschäftigt sind. „Bis Ende März werden wir sämtliche 315 Leiharbeiter zurückgeben“, kündigte Josephs an.

Trotz der Sparmaßnahmen will Phoenix auf der bevorstehenden Hannover Messe in gewohnter Größe auftreten. Hier gehört das Unternehmen traditionell zu den größten Ausstellern. „Hier wird es um Energieeffizienz und regenerative Energien gehen, und davon versprechen wir uns viel“, so Josephs. „Dafür haben wir die Produkte, mit denen wir punkten können“, gab sie sich optimistisch.



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