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Oktoberfest im Industriegebiet mit Bier, Haxen und Weißwurst / Gäste feiern bis zum frühen Morgen

Auch die Nachbarn tragen zur Stimmung bei

Rinteln (who). Dass das Oktoberfest beim Fleischereiunternehmen Sümenicht im Industriegebiet gleichzeitig mit dem Weinfest auf dem Rintelner Marktplatz gefeiert worden ist, hat offenbar eher einen positiven Effekt gehabt. "Wir haben festgestellt, dass viele Gäste anschließend noch zu uns kommen, wenn in der Innenstadt Zapfenstreich ist", erklärt Heiner Stockvom "Bierhaus Anno 100".

veröffentlicht am 08.10.2007 um 00:00 Uhr

Zum Rintelner Oktoberfest wird der Weißwurstäquator ins Wesertal

Der Wirt aus der Krankenhäger Straße richtet das Fest seit einigen Jahren zusammen mit der Familie Sümenicht aus. "Dass hier auch noch richtig was los ist und dass die Gäste bei uns noch nachts ordentlich was auf den Teller bekommen und Maßkrüge füllen können, ist wohl mit ein Grund, dass so viele Leute bei uns denAbend verlängern", erklärt er sich den zusätzlichen Besucherschub in den frühen Morgenstunden. Die Rintelner Röntgenstraße liegt zwar nicht im bayrischen München und einige Dirndl-Kleider sowie ein paar alpenländische Filzhüte allein sind zwar kein vollwertiger Ersatz für das Wiesn-Original, aber wer seine Nase einmal ins Festzelt mit der Rintelner Wiesn-Stimmung gesteckt hat, der hat die Erklärung für die magnetische Anziehungskraft. "Wir haben hier keine Probleme mit den Nachbarn ringsum und niemand fühlt sich gestört", versichert Stock. Im Gegenteil - viele der Nachbarn haben einfach mitgefeiert. Das Original Paulaner-Bier vom Oktoberfest, Schmankerl jenseits des Weißwurstäquators sowie Haxen mit Sauerkraut und anderen deftigen Schweinereien - begleitet von zünftiger Festzelt-Musik - haben ihre Wirkung nicht verfehlt und ab einer bestimmten Stunde wurde fast jeder Feier-Muffel umgestimmt. Die dicht gedrängte Menge der Oktoberfest-Gäste aller Altersgruppen hat am Sonnabend also gefeiert, was das Zeug hält und was die die Serviermannschaft im Henkelkrug zu den Tischen schleppen konnte! Und die beiden Diskjockeys Bojo und Kurti hatten bei so viel Vorarbeit wenig Mühe, um Schwung ins Zelt zu bringen - das haben die Gäste fast allein geschafft! Das Drehmoment hat auch nach dem Szenenwechsel zum Frühschoppen am Sonntag nicht nachgelassen und zeigt: Mit einer ordentlichen Schweinshaxe auf dem Teller lässt sich auch ein schöner Herbstvormittag trefflich genießen. Und auch die Streifen der Rintelner Polizei scheinen mit den Wiesn-Gästen aus dem Industriegebiet zufrieden gewesen zu sein. "Uns ist nicht bekannt, dass irgend etwas Negatives vorgefallen wäre", lautet die Antwort auf unsere Rückfrage im Hasphurtweg.

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