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Freibad: 90 000 Besucher in dieser Saison / Förderverein nennt neue Ziele / Nichtschwimmerbecken wird selbstständig

Auch der schlechte Sommer vermiest die Bilanz nicht

Obernkirchen (rnk). Altbundeskanzler Helmut Schmidt empfahl Menschen mit Visionen bekanntlich den Gang zum Arzt. Der Vorstand des Förderverein Sonnenbrinkbad wertet Visionen ein bisschen anders: Sie sind da, um umgesetzt zu werden. Drei nannte Vorsitzender Wolfgang Hein zum Abschluss der diesjährigen Badesaison: Das Kinderschwimmbecken soll umgebaut werden, im Nichtschwimmerbecken soll die Wasserhydraulik geändert werden und auch das lang gewünschte Bistro könnte im nächsten Jahr Wirklichkeit werden.

veröffentlicht am 03.11.2007 um 00:00 Uhr

Zu den 90 000 Besucher zählt auch ein Wassergott: Bei der diesjä

Visionen, die der Vorstand auf der Basis der nackten Zahlen entwickelt. Und die sind gut. Zwar musste in der morgen endenden Saison ein Besucherrückgang verzeichnet werden, aber die Zahlen des letzten Jahres können sowieso nicht als repräsentativ betrachtet werden: 2006 gab es mehrere Sonnenmonate, in diesem Jahr vielleicht sieben schöne Sommertage, in denen die Bäder proppenvoll waren. In absoluten Zahlen: 90 000 Besucher wurden in diesem Jahr gezählt; 23 000 weniger als im Rekordjahr 2006. Da aber weiterhin als Rechnungsgrundlage das gilt, was Hein als "Hoffnungszahl" bezeichnet, nämlich die schon seit 1999 anvisierten durchschnittlichen 75 000 Besucher, kann der Förderverein auf der Basis schwarzer Zahlen kalkulieren. Am tiefsten in den Vereinssäckel müsste für das Kleinkinderschwimmbecken gegriffen werden. Rund 70 000 Euro rechnet Hein für die Gestaltung eines den heutigen Anforderungen entsprechenden Planschbeckens für Kinder bis zu fünf Jahren. Dafür soll es eine sprudelnde Wasserwelt geben, mit tropischen Regen und Spezialdüsen - wie in Rinteln, sagt Hein, "nur erlebnisreicher." Die Treppen zu beiden Seiten würden verschwinden, dafür würden zwei sanfte Einstiege kommen. Damit das Becken den heutigen Anforderungen entspricht, müsste es zudem höher gelegt werden, damit die Eltern ihre Kinder von der Wiese einsehen können. Ob die eingeplante Summe ausreicht, weiß auch Hein nicht ganz genau: Die Kalkulation ist schon vier Jahre alt. Das Nichtschwimmerbecken soll eine neue, eigene Wasserhydraulik erhalten, es soll "selbstständig" werden. Bislang ist es vom Wasserkreislauf des großen Beckens abhängig, was nicht ganz unproblematisch ist: Das Wasser im kleinen Becken heizt sich deutlich schneller auf, ein idealer Nährboden für Bakterien. Der neue Kreislauf würde das Wasser von den Filteranlagen direkt zum Becken und zurück führen. Vision drei schwebt dem Vorstand schon etwas länger vor: Ein Bistro, und zwar dort, wo sich jetzt der Bademeisterbereich befindet und Freibad-Chefin Christine Nähring ihr kleines Büro vorfindet. Visionen, die allerdings der Realität untergeordnet werden, erklärt Hein: "Vorrang hat die Technik, die wir benötigen, damit die Menschen schwimmen können." Daher gehört die für diesen Herbst oder für das Frühjahr - je nach Witterung - geplante Maßnahme nicht zu den gehegten Wünschen, sondern zu dem unbedingt Machbaren: Die nördliche Seite des großen Beckens erhält ebenfalls neue Leitungen. 40 000 Euro wird dies kosten, das Geld ist vorhanden, weil die Baumaßnahme noch zu dem Paket gehört, für das die Stadt vor zwei Jahren zusätzliche Gelder bereit gestellt hatte. Dadurch wird eine bessere Beckenströmung erreicht, die sich in "deutlich" (Hein) besserer Wasserqualität niederschlägt. Damit wird fortgeführt, was im Winter 2005/06 begonnenwurde: Entwässerungerneuerung und neue Sohle im Umkleidebereich, eine neue Frischwasserzuleitung auf der Becken-Südseite, die Erneuerung von Rohrleitungen im Technikkeller und die Erneuerung der zentralen Elektroverteilung für das Gebäude: 120 000 Euro hatten diese Maßnahmen gekostet. . Wolfgang Hein selber hegt eine eher persönliche Vision: Er sucht einen Nachfolger, den er zum Vorsitzenden des Fördervereins aufbauen kann. Er möchte das Amt aufgeben, nicht heute und auch nicht morgen, aber doch in absehbarer Zeit.

Das Kleinkinderschwimmbecken soll angehoben werden, damit es von
  • Das Kleinkinderschwimmbecken soll angehoben werden, damit es von der Wiese einsehbar ist.


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