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Auch Chefarzt Jürgensmeier verlässt Rinteln

Landkreis (wer). Das Personalkarussell in den Chefetagen der Schaumburger Krankenhäuser dreht sich weiter. Nach dem Ausscheiden von Dr. Horst-Helmut Krause im vorigen Jahr verliert das Rintelner Krankenhaus mit Dr. Peter Jürgensmeier seinen aktuell letzten Chefarzt. Für ihn soll Prof. Dr. Christian Hegelmaier aus Stadthagen, der fachlich einen exzellenten Ruf genießt, die Leitung der Chirurgie standortübergreifend übernehmen. Zugleich soll der leitende Oberarzt Dr. Christoph Hunnius in Rinteln Chefarzt der „Allgemeinen Inneren Medizin“ werden.

veröffentlicht am 29.01.2010 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 17:49 Uhr

„Was mich an meiner neuen Tätigkeit besonders reizt, ist, dass ich in Rinteln ein breites chirurgisches Aufgabengebiet bearbeiten kann. Und genau das ist es, was ich die nächsten 20 Jahre machen möchte“, zitierte unsere Zeitung den Chef-Chirurgen Peter Jürgensmeier im September 2006, einen Monat vor seinem Dienstantritt in Rinteln. Jürgensmeier kam damals für den ein Jahr zuvor ausgeschiedenen Prof. Dr. Heiner Welter und führte die Chirurgie zunächst aus der Krise. Nachhaltig allerdings war der positive Trend nicht. Die Fallzahlen waren zuletzt rückläufig.

Durch die geplante Zusammenführung der Krankenhäuser haben sich die Vorzeichen gegenüber 2006 verändert. Auf eigenen Wunsch wird Jürgensmeier die Rintelner Klinik zum Mai dieses Jahres verlassen und eine neue Stelle außerhalb Schaumburgs antreten.

Die Übernahme durch den Chef-Chirurgen und ärztlichen Direktor des Kreiskrankenhauses Stadthagen war bereits nach dem Abgang von Welter ein Planspiel, jetzt wird sie Realität. Unter der Führung von Hegelmaier sollen das volle chirurgische Behandlungsspektrum aufrechterhalten und auch Spezialgebiete des bisherigen Chefarztes wie die Gelenkchirurgie „an beiden Standorten“ fortgesetzt werden.

Mit Christoph Hunnius verhandelt Christian von der Becke, Geschäftsführer des Klinikums, derzeit über die Position des Chefarztes in Rinteln. Hunnius soll in der Inneren Abteilung die „hochwertigen Leistungen auf eine breite Basis stellen“, wie es in der Presseerklärung von ProDiako heißt. „Unterstützt“ wird er dabei von den Chefärzten Dr. Lutz Dammenhayn und Dr. Christoph Grotjahn aus Stadthagen, Spezialisten im Bereich der Kardiologie (Herz-) und der Gastroenterologie (Magen/Darm-Medizin).

Das gewohnte Leistungsspektrum der Inneren soll durch diese Konstruktion auch in Rinteln gewahrt werden, betont von der Becke. Bestimmte Operationen werden in Stadthagen durchgeführt, die Vor- und Nachbehandlung aber in Rinteln vorgenommen.

Darüber hinaus soll Hunnius das eigene Spezialgebiet, die Altersmedizin, in Rinteln als neues Angebot aufbauen und mit Blick auf das gemeinsame Klinikum für die drei Schaumburger Krankenhäuser konzeptionell entwickeln.

„Mit Blick auf den Klinikneubau machen wir uns fit für die Fusion mit dem Krankenhaus Bethel“, bilanziert von der Becke die personelle Neuaufstellung und das damit verbundene „Medizinkonzept“. Durch die standortübergreifende Vernetzung der Abteilungen soll die Versorgungsqualität im Klinikum schon jetzt gehoben werden. Das gilt auch für den Standort Rinteln: Durch die Neuaufstellung wolle man, so ProDiako-Geschäftsführer Claus Eppmann, die sinkenden Fallzahlen stoppen und die Trendwende einleiten.

Im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe wurde die Zusammenführung der drei Häuser an der Spitze der Abteilungen bereits vollzogen: Hier liegt nach dem Ausscheiden des Stadthäger Chefarztes Dr. Johannes Feltz-Süßenbach die Leitung seit Oktober beim Bückeburger Chefarzt Dr. Momme Arfsten.



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