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Schaumburger SPD pocht auf 2008

Auch CDU will drei neue IGS - aber erst 2009

Landkreis (ssr). Sowohl die SPD als auch die CDU im Kreistag fordern die Einrichtung von drei neuen Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Rodenberg, Obernkirchen und Helpsen. Die Union begründet ihr Ja mit dem "Respekt vor dem Elternwillen". Allerdings: Während die CDU den vom Land vorgegebenen Starttermin zum 1. August 2009 akzeptiert, pocht die SPD weiterhin energisch auf den 1. August 2008.

veröffentlicht am 29.05.2008 um 00:00 Uhr

"In Schaumburg wurden alle Voraussetzungen geschaffen, um im August 2008 mit drei zusätzlichen IGS an den Start gehen zu können", sagte SPD-Fraktionschef Eckhard Ilsemann im Anschluss an eine gemeinsame Fraktionssitzung von SPD und CDU. Wenn dieser Starttermin infrage stehe, liege das nicht an Schaumburg, sondern an der Landesregierung, die sich mit der Umsetzung ihrer Wahlversprechen "bedauerlich viel Zeit lässt", fügte der Schaumburger SPD-Chef Karsten Becker hinzu. Dabei hätten CDU und FDP seinerzeit, "als sie die Orientierungsstufe innerhalb weniger Wochen aufgelöst hätten, bereits gezeigt, dass sie solche Prozesse deutlich schneller gestalten könnten", fügte Becker süffisant hinzu. Die SPD werde die Kreisverwaltung beauftragen, beim Kultusministerium zu hinterfragen, ob manüber den Antrag dort bis zum Juli entscheiden werde. Spätestens bis dahin müssten die Schaumburger Eltern nämlich Klarheit über das konkrete Angebot zum kommenden Schuljahr haben. Für den Fall, dass die Landesregierung den Elternwillen "weiterhin zu unterlaufen versucht, indem sie auf Zeit spielt", werde die SPD eine gleichzeitige Umwandlung der 5. und 6. Klassen an den Schulzentren in Obernkirchen, Helpsen und Rodenberg "spätestens zum 1. August 2009" beantragen, um auch den Schülern, die aufgrund der Verzögerungen in diesem Jahr keinen IGS-Platz mehr erhalten können, eine Option für 2009 zu bieten, kündigte Ilsemann an. CDU-Fraktionschef Gunter Feuerbach betonte nach der Sitzung, seine Fraktion befürworte einstimmig die drei neuen IGS. Zu diesem geschlossenen Votum habe letztlich "der Respekt vor dem in der Befragung deutlich gewordenen Elternwillen" geführt. "Die Fraktion hat keinen Zweifel daran, dass die bisherigen Anmeldezahlen an die IGS Schaumburg und die Trendaussagen der Elternbefragung den langfristigen Bestand der neuen Gesamtschulen untermauern." Damit auch eine einmütige Entscheidung des Kreistages erkennbar werde, könne durchaus erneut von einem "Schaumburger Modell" gesprochen werden. Allerdings werden die neuen Gesamtschulen laut Feuerbach erst nach sorgfältiger Prüfung der Anträge durch die Schulverwaltung genehmigt werden können "und damit keinesfalls vor dem Schuljahr im Sommer 2009 an den Start gehen". In "bewährter Weise sollten die neuen Schulen mit den Klassen fünf aufsteigend beginnen", erläuterte CDU-Schulexpertin Dagmar König aus Rinteln. Dazu müssten nach weiterer sorgfältiger Diskussion die Schuleinzugsbereiche für die Gesamtschulen und die weiterhin bestehenden Haupt- und Realschulen in Stadthagen, Lindhorst, Bückeburg und Rinteln festgelegt werden.



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