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Die Info-Galerie hat zwar keine Besucherzahlen, aber eine gute Bilanz

Auch beim Aufsatz wird geholfen

Obernkirchen (rnk). Die eine Zahl, die die Politiker schon im letzten Jahr so interessiert hat und die sie schon damals nicht bekamen, diese Zahl bleibt weiter ein Geheimnis: Wie viele Besucher kommen pro Jahr in die Info-Galerie?

veröffentlicht am 29.11.2008 um 00:00 Uhr

In der Info-Galerie wieder zu haben: Weihnachtstassen mit Jupp-F

Liselotte Dehler-Schmahl konnte in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses keine Zahl nennen. Zwar habe man in der Info-Galerie eine Zeit lang die Besucher gezählt, dies aber bald wieder aufgeben. Für Verwaltung und Politik ist die Frage nach den Besuchern von Interesse, weil die Stadt die Miete, die Telefonkosten und einer kleinen Teil der Bürokosten trägt. Generell, so formulierte es Horst Sassenberg (CDU), habe die Info-Galerie bei der Bevölkerung einen guten Klang. Dehler-Schmahl erklärte später, dass die Besuchszahlen für dieses Jahr aber mindestens auf dem Niveau von 2006 liegen würden. Heye- und Gemälde-Ausstellung, die Teilnahme an der Regionalschau, ein (überflüssiger) Einsatz beim Triebwagentreffen (die Zahl der Eisenbahnfans, die sich für Stifts- oder Stadtführungen interessierten, war sehr übersichtlich, erzählte Dehler-Schmahl, Bier und Bratwurst waren deutlich begehrter), aber auch einen Hit, den keiner erwartet hatte - 2008 ist gut gelaufen, erzählte sie. Der unerwartete Hit war und ist die Ausstellung mit alten Karten, die Obernkirchen in historischen Grenzen zeigen. Interessierte hätten von Hannover bis Osnabrück nachgefragt. Die Schwellenangst der ersten Jahre sei generell vorbei, auch viele Jüngere würden die Info-Galerie besuchen - und dabei sehr oft Themen zur Stadtgeschichte, zum Sandstein oder Sauriern abfragen, die in der Schule durchgenommen würden. Eine Rückmeldung hatte sie auch. Ein 13-Jähriger kam ein paar Tage später und gab das Gesprächsergebnis kund: "Ich hatte den besten Aufsatz." Gut laufe das Buch "Jüdisches Leben in der Provinz", Ende Januar wird es dazu eine Lesung in der Info-Galerie geben. Am 17. Dezember wird übrigens Olaf Schrage ab 17 Uhr vorlesen: Geplant sind masurische Weihnachtsgeschichten. Große Pläne für das kommende Jahr gibt es noch nicht, aber es sind natürlich weitere Ausstellungen geplant. Ein Arbeitshöhepunkt dürfte in den Sommer fallen, wenn das achte Bildhauer-Symposium ansteht. Nachdem Sassenberg die Zeiten in Erinnerung gerufen hatte, in denen es noch ein Stiftsbier gab, und Lieselotte Dehler-Schmahl sich gut erinnern konnte ("Ein Festival der Sinne"), war der diesjährige Rechenschaftsbericht der Info-Galerie beendet.



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