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Im Ernstfall kann Zeit verloren gehen / Luhdener Wehr im Einsatz / Frostkappen aus Kunststoff

Auch bei den Hydranten ist Kontrolle wichtig

Luhden/Heeßen (sig). Bevor die Frostperiode beginnt, rückt die Feuerwehr alljährlich aus, um die Hydranten zu überprüfen. Für diese Aktion werden im Raum Luhden, Schermbeck und Heeßen für insgesamt 125 der im Brandfall so wichtigen Wasseranschlüsse 14 Stunden benötigt. Erfreulich ist, dass es kaum noch gravierende Mängel zu beheben gibt.

veröffentlicht am 29.10.2007 um 00:00 Uhr

Matthias Bölsing und Axel Pörschke beim Einsatz "Im Wiesengrund"

Zuweilen lässt sich der stählerne Deckel eines Hydranten nur erschwert heben. Das trifft vor allem für die Fälle zu, in denen an der Straße Bauarbeiten stattfanden und zum Beispiel eine neue Deckschicht aufgebracht wurde. In der Nähe von Wiesen oder Ackerflächen muss manchmal auch erst einige Erde entfernt werden, bevor der Deckel angehoben werden kann. Für alle diese Fälle ist das jeweils zweiköpfige Feuerwehrteam entsprechend ausgestattet. Die Aussage "Geht nicht" gibt es dort nicht. Wenn der Hydrantenschlüssel zum Öffnen angesetzt wurde, kam immer Wasser, in einigen Fällen aber auch mal eine bräunliche Brühe. Dann wurde so lange gewartet, bis klares Nass nachfolgte und das restliche Wasser im Erdreich versickerte. Erst danach wurde der Hydrant wieder zugedreht und mit einer Staubkappe abgedeckt und fest verschlossen. Ein sinnvoller Fortschritt war in der Vergangenheit der Einsatz von Frostkappen aus Kunststoff. Dadurch frieren die Stahldeckel nicht mehr an, was im Ernstfall wertvolle Minuten kosten könnte. Deren Griffzone bekommt zum Abschluss des Kontrollvorganges noch eine kräftige Portion Schmierfett, um die Rostbildung zu verhindern. Nach dem Abschluss aller Arbeiten trafen sich die drei Luhdener Feuerwehrtrupps im Gerätehaus zum wohlverdienten Imbiss. Erst im Oktober 2008 müssen sie wieder zur nächsten Hydrantenpflege ausrücken.



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