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Foerstner zum Ehrenvorsitzenden ernannt / Brockmann bekennt sich zum Amtsgerichtsstandort Rinteln

Astrid Teigeler-Tegtmeier führt Rintelns SPD

Führungsteam mit Ehrenvorsitzendem: Dieter Horn (v.l.), Frauke Kampmeier, Uschi Neumann, Wolfgang Foerstner, Astrid Teigeler-Tegtmeier und Helma Hartmann-Grolm. Rinteln (crs). Gleich zwei neue Vorsitzende hat der SPD-Stadtverband Rinteln. Astrid Teigeler-Tegtmeier heißt die neue Frau an der Spitze der rund 250 Rintelner Genossen, und der bisherige Stadtverbands-Chef Wolfgang Foerstner ist nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend feierlich zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden.

veröffentlicht am 26.02.2007 um 00:00 Uhr

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Bei nur einer Gegenstimme wählten die 46 anwesenden Parteimitglieder die vom Vorstand vorgeschlagene Astrid Teigeler-Tegtmeier (43) zur neuen Stadtverbandschefin. "So ein schönes Ergebnis hatte ich damals nicht", gratulierte Foerstner seiner Nachfolgerin im Amt. Auch bei den übrigen Posten im geschäftsführenden Vorstandherrschte Einmütigkeit: Jeweils einstimmig, jeweils ohne Gegenkandidaten wurden Dieter Horn und Uschi Neumann zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Frauke Kampmeier zur Kassiererin und Helma Hartmann-Grolm zur Schriftführerin. Bei den Beisitzerwahlen holte der bisherige Vize-Vorsitzende Michael Pavel das beste Ergebnis - sämtliche Stimmen der Versammlung. Die übrigen Beisitzer sind Thomas Fricke, Iris van Houten-Eichler, Uwe Kohnert, Uwe Kuhr, Esther Navarrete Heydenreich, Klaus Stock und Bernd Wübker. Zuvor hatte der scheidende Vorsitzende Foerstner Bilanz gezogen. In einer schwierigen Situation hatte er sich vor drei Jahren noch einmal in die Pflicht nehmen lassen und sich in der Zeit danach um neuen Schwung für die Partei bemüht. "Wir haben versucht, das Beste draus zu machen." Immerhin: In Foerstners Amtszeit ist die 60plus-Gruppe von Jürgen Evers reaktiviert worden, selbst die Jusos gibt es wieder. Bei den Kommunalwahlen schließlich habe die Partei eine sichere Mehrheit im Stadtrat zurückerobert. Foerstner: "Es war eine schöne Zeit, aber es ist ein guter Zeitpunkt zum Abtreten." "Ohne Dich stünden wir nicht da, wo wir jetzt stehen", bedankte sich Astrid Teigeler-Tegtmeier bei ihrem Amtsvorgänger. Von anhaltendem Applaus der Genossen begleitet, überreichte sie gemeinsam mit den übrigen Vorstandsdamen dem sichtlich gerührten Foerstner Blumen, Urkunden und ein eigens gebasteltes Ansteckschild, das den 72-Jährigen fortan als Ehrenvorsitzenden der Rintelner Genossen ausweist. Drängende Aufgaben für die nächste Zeit sieht die neue Vorsitzende nicht: "Ich übernehme eine gut geführte Partei." Am wichtigsten ist ihr mit Blick auf die Landtagswahl 2008 die Bekanntmachung des designierten SPD- Kandidaten Volker Brockmann, der im neuen Wahlkreis Hameln-Hessisch Oldendorf-Rinteln auch die Genossen hierzulande vertritt. Der erste Schritt ist getan: Brockmann stellte sich der Rintelner SPD am Freitagabend vor. "Es ist gar nicht so einfach, wenn plötzlich ein Fremder kommt", äußerte Brockmann Verständnis für die Rintelner Situation. "Der Zustand gefällt Euch nicht, und mir gefällt er auch nicht", kritisierte er den Neuzuschnitt der Landtagswahlkreise. Mehrmals betonte Brockmann seine enge Verbindung zu Heiner Bartling - "wir arbeiten sehr gut zusammen" - und seinen Willen, sich in Rintelner Verhältnisse schnell einarbeiten zu wollen. So habe er den Hessisch Oldendorfern bereits angekündigt, sich dort im Wahlkampf zugunsten Rintelns ein wenig rar zu machen. "Ich biete Euch an, dass ich vorbeikomme, im SPD-Büro Dienst schiebe, mich auf öffentlichen Veranstaltungen vorstelle - ladet mich ein." Auf Nachfrage von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bekannte sich Brockmann zudem ausdrücklich zum Amtsgerichtsstandort Rinteln: "Warum sollte man bewährte Strukturen kaputt machen?", sah er keine Notwendigkeit, den Standort zu schließen. Und er versprach, bei derartigen Entscheidungen künftig das Wohl der gesamten Weserregion vor das Wohl des Mittelzentrums Hameln stellen zu wollen.



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