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Verkehrswert: 1,1 Millionen Euro / L& K will kaufen: "Haben grünes Licht von der Bank"

ASE-Firmensitz kommt unter den Hammer

Rehren (rnk). Für eine kurze Zeit symbolisierte es den Auetaler Aufbruch in das High-Tech-Zeitalter, im nächsten Monat kommt es unter den Hammer: Am 30. Oktober wird um 9 Uhr in Saal 3033 des Amtsgerichtes Bückeburg der Firmensitz des einstigen Auetaler Vorzeigeunternehmens "ASE" zwangsversteigert. Der Verkehrswert liegt bei 1 100 000 Euro. Einen Käufer gibt es auch: Die Firma "L&K" will das Gebäude erwerben.

veröffentlicht am 29.09.2007 um 00:00 Uhr

1648 Quadratmeter Nutzfläche suchen einen neuen Besitzer: Am 30.

"ASE", das stand für Prüfsysteme, mit denen große und mittelständische Firmen kontrollieren, ob ihre Leiterplatinen funktionieren. Es war eine Geschäftsidee des Ehepaares Gisela und Hans-Jürgen Droehse, die so stark einschlug, dass "ASE" Ende der 90-er Jahre unter Platznot litt: 500 Quadratmeter in der "Alten Molkerei" reichten nicht mehr aus, daher wurde im "Alten Feld" neu - und für viel Geld auch repräsentativ - gebaut. Doch 2002 und 2003 brachen die Umsätze weg, die Krise in der Automobilbranche bekam "ASE" massiv zu spüren. Mitte Januar 2005 musste das Unternehmen, das in seiner besten Zeit 35 Mitarbeiter beschäftigte, Insolvenz anmelden. Unter den Hammer kommt ein gläsernes Bürogebäude mit einer Grundstücksgröße von 8307 Quadratmetern und einer Nutzfläche von insgesamt 1648 Quadratmetern. Allein im Erdgeschoss können vom neuen Käufer 697 Quadratmeter und im Obergeschoss 652 Quadratmeter genutzt werden. "Ja, wir werden das Gebäude kaufen", erklärt Jörg Lohmann auf Anfrage unserer Zeitung. Wir, das ist in diesem Fall die Firma "L&K", die von Diplom-Ingenieur Jörg Lohmann und Frank Knoke geführt wird. Die Firma "L+K" ist ein Hersteller, der seit 1986 Sport-Geräte entwickelt und produziert. "L&K" nutzt seit Monaten im leer stehenden Droehse-Firmensitz die Räumlichkeiten. Das Haus, so Lohmann, sei großzügig geschnitten und liege zudem nahe an der A2: "Das passt zu uns." Wie Lohmann erklärte, hätte die zuständige Bank für die Ersteigerung "grünes Licht" gegeben. Doch mit einer Versteigerung beim ersten Termin ist nicht zu rechnen. Kommt dabei kein Verkauf zustande, wird das Objekt später noch einmal versteigert - dann zu einem deutlich günstigeren Preis.

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