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Optimismus bei den Verantwortlichen

ASC-Vorstand will Fusion mit TuS in naher Zukunft

Nordsehl (hga). Der ASC Pollhagen-Nordsehl steht fast 20 Jahre nach dem Zusammenschluss aus ASV Pollhagen und SV Nordsehl wieder vor einer Fusionsentscheidung. Bei der diesjährigen Jahresversammlung stellte Dirk Ebbighausen den Antrag, Gespräche mit TuS Fortuna Lauenhagen zum Zwecke einer Verschmelzung beider Vereine aufzunehmen.

veröffentlicht am 21.07.2008 um 00:00 Uhr

Diesen Antrag wiederholte Ebbighausen, Mitglied in beiden Vereinen, kurze Zeit später bei der Jahresversammlung in Lauenhagen. Ein erstes Gespräch der Verantwortlichen beider Vereine hat inzwischen stattgefunden, allerdings scheint die Euphorie bei der Antragstellung verfrüht gewesen zu sein. Auf beiden Seiten regt sich Widerstand aus den Reihen der Mitglieder, teils argumentativ, teils aus Jahrzehntelangen Ressentiments begründet. Der ASC würde 770 Mitglieder in das neue Vereins-Konstrukt einbringen, hat zurzeit drei Sparten: Turnen, Fußall und Taekwondo. Der TuS Lauenhagen hat aktuell 470 Mitglieder in den Sparten Fußball, Laufen, Mutter und Kind Turnen, Tennis, Gymnastik und Tischtennis. Im Bereich des Jugendfußballs existiert bereits seit einigen Jahren eine Jugendspielgemeinschaft (JSG) - letztlich war dies der Auslöser für den Fusionsantrag. Der Grundgedanke: Wenn der Nachwuchs aus der A-Junioren-Mannschaft in den Herrenbereich wechselt, werden die Jahrgänge wieder getrennt. Für Ebbighausen, Trainer in der JSG, und seine Kollegen ein schlechter Zustand. Durch eine Vereinsfusion soll das Auseinanderreissen beendet werden. Teilweise haben die Nachwuchskicker vom sechsten Lebensjahr an zusammen in einer Mannschaft gespielt, um sich nach dem Wechsel in den Seniorenbereich plötzlich als Gegner gegenüber zu stehen. An Sportanlagen würden bei einer Fusion jeweils zwei Sportplätze und je eine Halle in einen neuen Verein einfließen. "Wir sind zu allem bereit, aber nicht um jeden Preis", erklärt der ASC-Vorsitzende Joachim Willems, wohlwissend, dass gerade im Fußballbereich große Probleme auf die Vereine im Allgemeinen zukommen. Die Schwierigkeiten, genügend Nachwuchs an den Herrenbereich heranzuführen, haben landkreisweit dazu geführt, dass kaum ein Verein ohne Jugendspielgemeinschaft auskommt. In diesem Fall geht es aber nicht nur um den Fußball, schließlich wären alle Sparten betroffen. Deshalb sind Widerstände zu überwinden. "Die einzelnen Sparten wurden überrascht. Richtig interessieren tut es nur die Fußballer", räumt Willems ein. Laut dem ASC-Chef ist die Idee zur Fusion in der Jugendabteilung schon vor längerer Zeit geboren worden und als solche in ihrer Logik richtig. "Es musste mal was passieren", signalisiert der stellvertretende ASC-Vorsitzende Peter Krebs Unterstützung und macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Die Trennung der A-Junioren beim Wechsel in den Herrenbereich ist ätzend". Der zukünftige Ablauf: Gespräche müssen zunächst einmal intern geführt werden. Dabei sind Kontroversen programmiert. Aber: "Mir zumindest ist kein Hardliner bekannt", konstatiert Krebs. Sich regender Widerstand sei normal, solange er argumentativ sei, erklärt Willems. "Grundsätzlich ist die Stimmung in Pollhagen und Nordsehl einer Fusion gegenüber positiv", erklärt Willems. Nur durch eine Fusion könne das Überleben als Verein dauerhaft gesichert werden. Der Vorstand des TuS Fortuna wollte sich derzeit noch nicht zu den Fusions-Gesprächen äußern. Und bei allem Optimismus der ASC-Verantwortlichen - es wird mehr Zeit brauchen, als vor allem die Jugendtrainer möglicherweise kalkuliert haben. Auf "zwei bis drei Jahre" schätzt Willems die Frist bis zu einer endgültigen Einigung ein.



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